"Großes Goal der Befreiung" für Rot-Blau

Winfried Dietsche

Von Winfried Dietsche

Mo, 19. März 2018

FC Basel

FC Basel gewinnt dank eines Treffers von Albian Ajeti gegen Sion mit 1:0 – und erkämpft sich damit den ersten Heimsieg des Jahres.

FUSSBALL. "Dr Wind im Rugge und Muet im Härze." So stand es auf dem Spruchband zu lesen, mit dem die Muttenzer Kurve den Fußballprofis des FC Basel dabei zu helfen versuchte, aus dem Tal der Enttäuschungen zu finden. Am Ende durfte Stadion-TV-Sprecher René Häfliger im Matchrückblick in der Tat ein "großes Goal der Befreiung" bejubeln. In der Partie gegen den FC Sion bescherte dem Schweizer Meister am Sonntag der erste Heimtreffer anno 2018 zugleich auch den ersten Heimsieg des Jahres. Ein primär erarbeiteter 1:0 (0:0)-Erfolg gegen die Walliser lässt die Bebbi "mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause" gehen, wie Trainer Raphael Wicky hernach konstatierte, und das Duell mit Super-League-Spitzenreiter Young Boys (weiter 16 Punkte und ein Spiel voraus) am Ostermontag in Bern vorbereiten.

Das – in der Bewertung von Gästecoach Maurizio Jacobacci – "dreckige", weil für Kevin Fickentscher nicht völlig unhaltbare Tor des Tages erzielte Albian Ajeti in der 69. Minute. Der 21-jährige Stürmer lobte nach dem Schlusspfiff Valentin Stocker – nicht nur als Vorlagengeber. Der Rückkehrer sei "mit all seiner Erfahrung und seinem Laufpensum" sehr stark aufgetreten. "Über jeden Zweikampf die Sicherheit zurückgewinnen" – so hieß laut Ajeti für das gesamte Team die Losung. Und anders als noch in Lausanne sei Rot-Blau dieses Mal "clever genug gewesen, das 1:0 zu verteidigen". "Sicher war noch nicht alles gut", hielt auch Luca Zuffi fest, der im 3-4-3-System zusammen mit Taulant Xhaka im Zentrum für Stabilität gesorgt hatte. "Aber in der zweiten Hälfte haben wir phasenweise wieder unser Spiel gefunden."

Die Basler (ohne die verletzten Éder Balanta und Raoul Petretta und die gesperrten Geoffroy Serey Dié und Dimitri Oberlin) ließen vor 24 700 Zuschauern im St.-Jakob-Park vor der Pause erkennen, dass sich "auch bei erfahrenen Spielern eine gewisse Verunsicherung" (Wicky) eingenistet hat. Sie blieben aber defensiv ziemlich solide, um dann zwar "keinen Champagnerfußball" zu zeigen, wie der Übungsleiter einräumte, aber zuzulegen und sich den Dreier zu verdienen.

Nach fünf Monaten war Christian Constantin erstmals wieder im Stadion. Der Sion-Präsident war nach seiner körperlichen Attacke auf TV-Experte und Ex-Trainer Rolf Fringer gesperrt worden.