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10. Februar 2012

Shaqiri zu Bayern durchs große Tor

FC Basel steht vor Umbruch / Anstoß in Lausanne vorverlegt.

  1. Bye bye, Basel! Xherdan Shaqiri macht sich auf Abschiedstour. Von Sommer an spielt der 20-jährige Fußballer für Bayern München. Foto: Dapd

FUSSBALL. "Die Empfehlung: Genießen, so lange es noch geht." So stimmte die Basler Tageswoche vor sieben Tagen die Fans des FC Basel auf die Rückserie der Schweizer Super League ein. Der Hintergrund: Xherdan Shaqiri, dessen Sommerwechsel per Vierjahresvertrag zu Bayern München jetzt perfekt ist, wird nicht der einzige Fußballer sein, der Basel am Saisonende verlässt.

Granit Xhaka ganz oben auf der Wunschliste des Hamburger SV, Abwehrchef David Abraham vorm Vertragsende – viele Akteure des Champions-League-Achtelfinalisten sind begehrt. "Für sechs Spieler lagen konkrete Offerten vor", bilanziert FCB-Sportkoordinator Georg Heitz die – dann doch noch ruhige – jüngste Transferperiode. Als "ein Kompliment für unsere Arbeit" wertet Trainer Heiko Vogel das Interesse an seinen Kickern, das mit den Spielen gegen die Bayern im Februar und März gewiss nicht nachlassen wird. Der Coach will sich ob des Umbruchs, der sich abzeichnet, nicht beirren lassen und weiß, dass der Meister und Spitzenreiter mit System an Alternativen arbeitet. Präsident Bernhard Heusler sagte gestern aber auch, für Shaqiri, der Basel "durch die große Tür" verlasse, nicht "übermorgen einen Shaqiri zwei aus dem Hut zaubern" zu können.

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Der 20-jährige Mittelfeldspieler selbst, einst von Trainer Thorsten Fink in der U 21 entdeckt, nachdem Vorgänger Christian Gross das Riesentalent eher verschmäht hatte, erklärte vor der Presse in Basel: "Ich bin von ganz Europa gejagt worden. Bayern ist ein Traum." Bis zum Wechsel freilich wolle er alles für Basel geben – auch für ein Weiterkommen in der Sternenliga gegen die Münchner.

Die nächste Pflichtaufgabe erwartet Shaqiri & Co. mit dem Super-League-Spiel bei Lausanne Sport morgen, Samstag, auf der Pontaise, dessen Anpfiff wegen des Winterwetters von 17.45 auf 15.30 Uhr vorverlegt wurde. Die Gastgeber sind nur dank des Lizenzentzugs für Xamax und des Punkteabzugs für Sion Drittletzter.

Autor: Winfried Dietsche