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13. August 2008

Deutliche Worte von Silvia Neid

Fußballerinnen spielen im Viertelfinale gegen Schweden

  1. Torschützin Anja Mittag Foto: dpa

TIANJIN . (sid). Sie spielen erfolgreich, sie brechen Rekorde – doch die große Begeisterung wollte bei den deutschen Weltmeisterinnen auch nach dem Viertelfinal-Einzug gegen Schweden beim olympischen Fußball-Turnier nicht aufkommen. Nach dem mühsam ermauerten 1:0 (0:0)-Sieg gegen Nordkorea und dem dritten Erreichen der olympischen K.o.-Runde in Serie gab es stattdessen überraschend deutliche Selbstkritik.

DFB-Trainerin Silvia Neid deckte gleich ein Sammelsurium von Problemen auf: "Uns fehlte die Genauigkeit, das Spiel nach vorne war nicht gut, wir haben viele technische Fehler bei der Ballan- und mitnahme gemacht. Und wenn wir den Ball erobern, spielen wir ihn direkt zum Gegner." Anders ausgedrückt: "Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht." Am Freitag (15 Uhr/MESZ) wartet Dauerrivale Schweden auf die DFB-Frauen.

Damit hatte Neid nicht nur das Spiel gegen starke Nordkoreanerinnen passend wiedergegeben, sondern auch eine gute Zusammenfassung der Schwierigkeiten geliefert, die sich wie ein roter Faden durch alle drei Vorrundenspiele zogen. Die deutschen Maurermeisterinnen rackerten und kämpften sich auf Platz zwei hinter Brasilien in der Gruppe F, spielerischer Glanz war aber nicht zu erkennen.

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Die wenigen positiven Aspekte der Begegnung, in welcher Fatmire Bajramaj in der 69. Minute für die gebürtige Lörracherin Melanie Behringer kam, sind schnell zusammengefasst. Die Viererabwehrkette vor der diesmal nur ordentlichen Torfrau Nadine Angerer stand weitgehend stabil und stellte einen neuen olympischen Rekord auf: Sie hat seit 381 Minuten keinen Gegentreffer kassiert.

Autor: sid