Qualifikation wirkt wie ein Störfeuer

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Von dpa

Do, 02. August 2018

Fussball International

RB Leipzig stoppt Vorbereitung wegen eines Spiels in Schweden.

SEEFELD (dpa). Der unliebsame Ausflug nach Schweden passt Ralf Rangnick so gar nicht in den Kram. Im österreichischen Seefeld auf der Hochebene zwischen Wettersteingebirge und Karwendel feilt der Trainer von RB Leipzig bei perfektem Sommerwetter gerade an der Bundesliga-Form seiner Mannschaft. Bei bester Laune, locker, aber hochkonzentriert. Das Rückspiel in der zweiten Qualifikationsrunde zur Europa League am Donnerstag (18.30 Uhr/DAZN) beim BK Häcken in Göteborg ist da mehr ein Störfeuer als ein Spiel, das RB etwas bringt.

Außer dem Einzug in die dritte Qualifikationsrunde natürlich. Der sei, so betonte Rangnick schon nach dem 4:0-Hinspielsieg vor einer Woche, bei allem nötigen Respekt für den Gegner aber unstrittig. Die ersten beiden Quali-Runden hatte Rangnick ohnehin als "internationale Testspiele" deklariert. "Das 4:0 werden und dürfen wir nicht mehr hergeben", forderte der 60-Jährige.

Klar war aber schon nach dem Hinspiel: Das zweite Duell mit den Schweden, die in Leipzig allenfalls deutsches Drittliga-Niveau verkörperten, bestreiten die Sachsen nicht in Bestbesetzung. Rangnick nimmt nur elf Profis und sieben U19-Spieler mit. "Damit haben wir eine gute und ausgewogene Mischung, von der wir überzeugt sind", sagte er. Zudem wird die Partie auf Kunstrasen ausgetragen, die Verletzungsgefahr steigt. Rangnick will vor dem Bundesliga-Start am 26. August bei Borussia Dortmund keine Verletzten.

Dass auf Kunstrasen gespielt wird, berücksichtige Rangnick bei seiner Kader-Nominierung. Und so blieb Nationalstürmer Timo Werner in Seefeld. Dafür sind aber die beiden anderen WM-Fahrer, Emil Forsberg, dem ein Angebot der AS Roma vorliegt, und Yussuf Poulsen, trotz Trainingsrückstands mit dabei. Für Forsberg hat der Flug nach Schweden noch einen anderen Hintergrund. Seine Frau steht in Sundsvall kurz vor der Entbindung des ersten gemeinsamen Kindes.

Neben den angeschlagenen Dayot Upamecano (Prellung) und Konrad Laimer (Faserriss) blieben unter anderem auch Stammkeeper Peter Gulasci, Stefan Ilsanker, Marcel Sabitzer, Neuzugang Nordi Mukiele und Yvon Mvogo in Österreich und trainierten dort.