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06. Juli 2012
Racing Straßburg will in die zweite Liga
Neuer Präsident beim Straßburger Fußballklub.
STRASSBURG (bnü). Nach zähen Übernahmeverhandlungen tritt der frühere Spieler des elsässischen Fußballvereins Racing Straßburg Marc Keller an die Stelle des bisherigen Klub-Präsidenten Frédéric Sitterlé. Sitterlé hatte den einstigen Erstligisten im vergangenen August übernommen, aber kein neues Kapital zugeschossen. Dass er seinen ursprünglichen Zusagen nicht nachgekommen war, begründete Sitterlé stets damit, man habe ihm beim Management des Klubs nicht freie Handgelassen. Marc Keller konnte in den vergangenen Wochen unterdessen zahlreiche Investoren gewinnen. Auch die Stadt Straßburg beteiligt sich an dem Budget der kommenden Saison.
Mit knapp drei Millionen Euro hat Trainer François Keller – der Bruder des neuen Präsidenten – Spielraum für den Aufbau einer Mannschaft, wenn der 1906 gegründete Fußballklub nun in die vierte französische Liga aufsteigt. Bis Ende Juni hatte der RCS vor dem französischen Fußballverband ein ausgeglichenes Konto nachweisen müssen. Nach dem Abstieg aus der erstenfranzösischen Fußballliga innerhalb eines Jahrzehntes in die Oberliga und mehreren Wechseln an seiner Spitze, war Racing zuletzt nicht nur spielerisch am Ende, sondern auch hoch verschuldet. Zuletzt wurde auch darüber spekuliert, ob nicht das Ausbildungszentrum verkauft werden sollte, um Kosten zu sparen. Zu den neuen Geldgebern zählen der frühere Racing-Präsident Egon Gindorf und der aus dem Elsass stammende Rallye-Champion Sébastien Loeb. Oberstes Ziel ist nun der Aufstieg, und zwar möglichst bald in die zweite Liga.
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Autor: bnü



