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30. April 2009

Das Ende der HR Ortenau ist besiegelt

Die aktuelle Saison soll fertig gespielt werden

HANDBALL 2. BUNDESLIGA."Die Gesellschafterversammlung der Handballregion Ortenau hat beschlossen, den Insolvenzantrag nicht zurück zu ziehen." Dies erklärte gestern der Beiratsvorsitzende Peter Schaub der BZ auf Anfrage. Damit wird ein langes Kapitel Ortenauer Sportgeschichte beendet: Jenes des Spitzenhandballs. Formal werden die Gesellschafter sich Ende Mai, Anfang Juni treffen, um die HRO aufzulösen.

Peter Schaub schilderte die Diskussion, mit einem deutlich abgespeckten Etat (450 000 Euro) die kommende Spielzeit zu bestreiten. "Dies machte keinen Sinn." Es fehlte an allen Ecken und Enden die Perspektive. Einfach auf Optimismus zu setzen und zu hoffen, dass die fehlenden 300 000 Euro für die Spielzeit 2009/10 im Laufe der Saison erwirtschaftet werden könnten, war auch keine Option. Zu schlecht waren aktuell die Erfahrungen mit den regionalen Geldgebern. So bewahrheitete sich, was seit geraumer Zeit zu befürchten war: Das frühe Ende der HR Ortenau.

Sportlich bedeutet dies: Die HR Ortenau ist wegen des Insolvenzverfahrens Zwangsabsteiger aus der Zweiten Bundesliga Süd. Da das Team hernach in den Spielbetrieb des südbadischen Landesverbandes integriert werden müsste (Südbadenliga), wird auch das Team aufgelöst. Die Mannschaft würde ansonsten gegen die Gesellschaftervereine die HGW Hofweier, Hedos Elgersweier, TuS Schutterwald antreten müssen.

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Die Spiele der aktuellen Runde sollen noch alle bestritten werden. "Dies ist das erklärte Ziel von uns", sagte Schaub, der von den Bemühungen von Rainer Lusch berichtete, die versicherungstechnischen Fragen zu klären. "Wir hoffen, dass wir bis spätestens Samstag wissen, ob wir weiter spielen", sagte gestern Trainer Goran Suton, "wir haben uns gewünscht, die Spiele zu bestreiten, deswegen geht der Trainingsbetrieb in der Woche weiter."

Ein trostloses Häuflein: Drei Torhüter, fünf Feldspieler
Es war schon ein trostloses Häuflein, das sich am Dienstag um den Trainer versammelte. Drei Torhüter und fünf Feldspieler hatte Suton zur Verfügung, Rekonvaleszent Vladimir Temelkov stärkte seine Muskeln in der Kraftkammer. Jochen Geppert weilte bei der Jugend-Nationalmannschaft, Michael Stock studierte. Eine gute Nachricht gab es für Grzegorz Garbacz. Was Doc Helmut Renner direkt nach dem Spiel gegen Erlangen als einen Bänderriss im Knie bezeichnete, stellte sich als schwere Bänderdehnung heraus. Der Pole könnte frühestens im letzten Saisonspiel gegen die SG BBM Bietigheim zum Einsatz kommen. Goran Suton schob die trüben Gedanken beiseite und gab sich gewohnt kämpferisch: "Wir wissen, dass Friesenheim sich im Kampf um Platz zwei befindet. Wenn wir dort spielen, dann wollen wir auch gewinnen."

Autor: udk,wok