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18. Februar 2009

Der letzte Hilferuf der HR Ortenau

Jeder kann helfen: Bis 2. März werden 250 000 Euro gebraucht

  1. Kämpfen gemeinsam für die Rettung der Handballregion Ortenau und des Leistungshandballs in der Region: Spieler, Gesellschafter, Sponsoren und Nachwuchsakteure. Foto: hro

HANDBALL (wok). Am Montagabend saßen Spieler und Verantwortliche der HR Ortenau zusammen: Mit dem Resultat, ein letzter Rettungsversuch des Spitzenhandballs in der Ortenau wird unternommen. Noch steht das Ergebnis der Verhandlungen mit den Spielern aus. Um die drohende Insolvenz abzuwenden, müssen bis 2. März 250 000 Euro aufgetrieben werden.

Sportliche Fairness zeigten nach der Darlegung der finanziellen Gegebenheiten am vergangenen Donnerstag die Spieler mit ihrem spontanen Angebot, Einbußen in ihrer Bezahlung zu akzeptieren, wenn diese dem Projekt HRO etwas mehr Luft in der Finanzierung gäbe. Ein Zeichen der Integrität. Am Montagabend wurde die zwölf Akteure nun mit konkreten Zahlen konfrontiert. Sie baten um eine Bedenkzeit von 24 Stunden. Am Dienstagabend dauerten die Gespräche an, eine Entscheidung war bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht gefallen. Unabhängig vom Ausgang der Gespräche mit den Angestellten wandte sich der Verein am Dienstagabend mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit.

"Trotz intensiver Hilferufe der agierenden Management-Mannschaft der HRO an die Region, scheint das Vorzeige-Projekt mit seinen vielfachen Perspektiven – vor allem die einer vorbildlichen Jugendarbeit in den beteiligten Vereinen – zum Scheitern verurteilt. Fehlender Spitzensport, der die Region nach außen präsentiert, wäre mit seinen Folgen genauso weittragend wie der Zusammenbruch des Förderprogramms für die Handballjugend. Ohne Anbindung an einen Bundesligisten ist das Leistungs- und Spitzensport-Zentrum von Okengymnasium und Theodor-Heuss-Realschule ohne sportliche Perspektive. Eine Tatsache, die bislang – neben der allgemeinen Begeisterung für den Bundesligahandball – in den Köpfen so nicht bewusst war. Die hochkarätige Besetzung der einberufenen Gesprächsrunde mit Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und führenden Unternehmern der Region unterstreicht den Stellenwert dieses Projektes."

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Die Zeiten großer Sponsorengelder seien in der Vergangenheit besser gewesen, wird festgestellt. Die Folgerung des Führungsgremiums: "Die Agierenden der HRO setzen als letzten Hilferuf an die Region neben den großen, nun auch auf mittlere und kleinere Betriebe sowie auf all diejenigen, denen die Ortenau und der heimische Handball am Herzen liegt. Basis dafür ist der "Club1000", in den Unternehmen als Förderer für 1000 Euro eintreten können. Selbstverständlich nicht ohne Gegenleistung der HRO: Zwei Dauerkarten für die restliche und die nächste Saison, ein Eintrag ins Branchenbuch der HRO sowie die Präsentation des Firmenlogos im Hallenheft, auf der HRO-Homepage und auf der Sponsorenwand sollen die Entscheidung für eine Mitgliedschaft erleichtern."

Schon mit 50 Euro lässt sich der HR Ortenau helfen
Auch Privatpersonen wird die Möglichkeit eröffnet, ihren Beitrag zum Erhalt der HRO und der damit verknüpften Projekte zu leisten. Bereits mit 50,– Euro Jahresbeitrag – es darf auch mehr sein – kann jeder Fördermitglied werden. Diese erhalten zwei Sitzplatz-Tickets für ein Heimspiel der HRO und den exklusiven HRO-Aufkleber. Für die ersten 100 angemeldeten Förderer gibt es zusätzlich ein kostenloses 3-Monats-Abo einer Zeitschrift nach Wahl aus dem Hause Burda. "Alle Sponsorgelder aus dieser Aktion gehen auf ein Treuhandkonto und werden im Falle einer Insolvenz zurückgezahlt", versichert der Club, der weiter schreibt: "Sollte das Konzept des "Club1000" und die Privat-Mitgliedschaften die dringend notwendige Resonanz bringen, könnte die drohende Insolvenz abgewendet und die laufende Saison zu Ende gespielt werden. Eine nächste Saison in der zweiten Bundesliga wäre durchaus realistisch." Infos bei der HRO : Telefon 0781/9322 5387

Autor: wok