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03. März 2009 00:09 Uhr

Hoffnung auf die Rettung ist noch nicht beendet

HR Ortenau stellt Insolvenzantrag

Rund 100.000 Euro fehlten am Ende zur Rettung. Daher beschloss die Gesellschafterversammlung der HR Ortenau am Montagabend, beim Amtsgericht Offenburg einen Insolvenzantrag zu stellen. Dennoch besteht Hoffnung.

  1. Peter Schaub, Überbringer einer schlechten Nachricht. Foto: Michael Heuberger

  2. Enttäuscht und am Ende seiner Kräfte: Helmut Hilzinger

  3. Thomas Schulz, der Altenheimer Stark und Bernd Leistler vom TuS Schutterwald Foto: Michael Heuberger

  4. Enttäuschung Foto: Michael Heuberger

Gegen 23.10 Uhr am Montag gab der Beiratsvorsitzende des Handball-Zweitligisten Handballregion Ortenau, Peter Schaub, das Ergebnis der rund dreistündigen Sitzung im Schutterwälder Rathaus bekannt. Die HR Ortenau werde beim Amtsgericht Offenburg einen Insolvenzantrag stellen. Noch vor Mitternacht warf der Anwalt Dr. Mildenberger den Antrag in den Briefkasten des Amtsgerichts ein.

Die Entscheidung müsse aber nicht gleichbedeutend mit dem Ende aller Hoffnungen sein. Das Gremium der fünf Stammvereine der Handballregion Ortenau, des TV Willstätt, des TuS Schutterwald, dem HC Hedos Elgersweier, dem HGW Hofweier und dem TuS Altenheim, geht davon aus, dass zum 1. April das Insolvenzverfahren eingeläutet werde. "Bis dahin wollen wir unsere Aktivitäten weiter verstärken und haben die Hoffnung, dass wir die fehlenden Gelder noch zusammen bekommen. In diesem Fall werden wir den Insolvenzantrag wieder zurückziehen."

Vor allem von der Wirtschaft fühlten sich die Vertreter des Handballprojektes im Stich gelassen. "Unser Dank gilt den kleinen Leuten".

Diese Entscheidung geht einher mit der Bitte an die Spender, die bislang ihr Geld auf das Treuhandkonto einbezahlt haben, sich noch zu gedulden, bis die endgültige Entscheidung gefallen ist.

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Der Montag hatte seine ganz eigene Dynamik erhalten durch die sich kontinuierlich verbessernden Kontostände. Um 17.49 Uhr gab die HRO bekannt: Es sind inzwischen 152.394,41 Euro eingetroffen. Bereits zwischen 15 Uhr und 16.30 Uhr hatte sich einiges auf dem Treuhandkonto getan. Um 16.30 Uhr betrug der Kontostand nach Angabe des Vereins 151.594 Euro. Noch um 15 Uhr hatte Sabine Heinze, die Marketing Managerin der Handballregion Ortenau, den Kontostand von 133.194,41 Euro vermeldet.

Die Spenden sollten helfen, die drohende Insolvenz des Handball-Zweitligisten abzuwenden. Benötigt wurden dazu aber 250.000 Euro, die zur Deckung des laufenden Etats des Dritten der Zweiten Handball-Bundesliga.

Sportlich wird der Spielbetrieb in der Zweiten Bundesliga erste einmal fortgesetzt werden. Die Mannschaft wird am Samstag zum Pflichtspiel beim TV Hüttenberg antreten.

Artikel vom 2. März: Solidaritätsabgabe für den Handball

Interview mit HRO-Beiratsmitglied Helmut Hilzinger: "Wir haben soziale Verantwortung"


Artikel vom 18. Februar: Der letzte Hilferuf der HR Ortenau

Autor: wok