VOR DEN ANWURF

voqa/fgi/nm

Von Quirin Laun, Felix Gieger & Nils Jakob Müller

Fr, 27. April 2018

Handball 3. Liga

Dritte Liga Männer

HG Oftersheim/Schwetzingen – SG Köndringen-Teningen. Zum letzten Auswärtsspiel in der dritten Liga reist die als Absteiger feststehende SG Köndringen-Teningen in den Rhein-Neckar-Raum. Die Gelb-Schwarzen werden versuchen, ihre seit elf Spielen anhaltende Niederlagenserie zu beenden. Vergangenes Wochenende scheiterte das Team von Trainer Ole Andersen in Pforzheim, als es nach einer ordentlichen ersten Halbzeit im Laufe der zweiten Hälfte den Anschluss nicht mehr halten konnte. Möglicherweise gelingt den Breisgauern in Schwetzingen der lang ersehnte Sieg, denn die HG Oftersheim/Schwetzingen holte aus den letzten fünf Spielen nur zwei Punkte.

Südbadenliga Männer

TB Kenzingen – TV Oberkirch. Gute Erinnerungen haben die Kenzinger um Trainer Aurelijus Steponavicius an das Hinspiel. Eigentlich schon geschlagen, drehte man Ende November einen Zehn-Tore-Rückstand. Ins Hintertreffen möchte man dieses Mal erst gar nicht geraten. Mitspielen muss dafür vor allem die Abwehr. "Wir haben in den letzten beiden Spielen jeweils über 30 Gegentore bekommen. Das darf uns dieses Mal nicht passieren", so Steponavicius. Und auch vorne hat seine Sieben, die am Samstag in gleicher Besetzung wie zuletzt antreten wird, noch Steigerungspotential.

BSV Phönix Sinzheim – SG Waldkirch/Denzlingen. Mit einem guten Gefühl gehen die Elztäler in den Saisonendspurt. "Wir wollen kein Spiel mehr verlieren", berichtet Kapitän Patrick Hoch von der Zielsetzung. Denn die Mannschaft ist gut drauf und zeigte in den letzten drei Partien, was in ihr steckt. Dazu kommt eine gehörige Portion Motivation. "Wir sind heiß", so Hoch. Sicherlich auch, weil man letzte Woche den Relegationsplatz an die Kenzinger abgeben durfte und es nun in den kommenden beiden Spielen selbst in der Hand hat. Damit das so bleibt, soll auch in Sinzheim gepunktet werden. Dazu gilt es, Toptorschützen Yanez Kirschner in den Griff zu bekommen und "dann aus der Abwehr heraus zu kommen", sagt Hoch.

HSG Konstanz II – SG Köndringen/Teningen II. Die Aufgabe könnte kaum schwerer sein für die Sieben von Trainer Manfred Chaumet. Nicht nur die Tatsache, dass der Gegner momentan auf Platz eins thront und unbedingt aufsteigen will, macht die Sache schwierig. "Sie haben eigentlich keine Schwachstelle", sagt Chaumet. Pessimismus ist jedoch keine Option. Denn trotz gesichertem Mittelfeldplatz ist die Motivation bei der SG nach wie vor da. "Die Jungs zeigen im Training, dass es alles andere als ein Kaffeefahrt zum Bodensee werden soll."

Südbadenliga Frauen

SG Hornberg/Lauterbach/Triberg – HSG Freiburg II. Platz sechs ist der Drittligareserve sicher, das Saisonziel damit erreicht, sagt Trainer Benjamin Thoma. Um noch weiter nach oben zu kommen, braucht man am letzten Spieltag Schützenhilfe. Der Motivation tut das keinen Abbruch. "Wenn wir gewinnen, haben wir gegen jede Mannschaft – außer Meister Steißlingen – gewonnen", so Thoma. Damit das gelingen kann, muss man "dahin gehen, wo es weh tut", so der scheidende Trainer. Für ihn und seine Mannschaft geht die Fahrt zum Auswärtsspiel in den Schwarzwald dabei schon heute los. Bis Sonntag weilt das Team in Furtwangen auf einer Hütte.

Landesliga Männer

SG Hornberg/Lauterbach/Triberg – HU Freiburg. Bis auf eine Ausnahme spielten die Ergebnisse der direkten Konkurrenten der HU vergangenes Wochenende in die Karten. Umso wichtiger war im Kampf um den Klassenerhalt der Sieg gegen den Tabellenletzten Rielasingen. "Jetzt wollen wir nachlegen", sagt HU-Trainer Dirk Lebrecht. Die SG belegt derzeit einen Punkt hinter den Freiburgern den unbeliebten Abstiegsrelegationsplatz. Sollte die Lebrecht-Truppe gewinnen, würde sie einen Spieltag vor Saisonende uneinholbar auf drei Punkte davonziehen.
SG Rielasingen/Gottmadingen – TuS Oberhausen. Für die Zuschauer wäre ein Endspiel gegen die SG Schenkenzell/Schiltach um die Vizemeisterschaft am letzten Spieltag sicher interessant gewesen, meint TuS-Teammanager Wendelin Ansel. Dennoch ist man beim TuS Oberhausen froh, dass es Dank der überraschenden Niederlage des Verfolgers in Steißlingen nicht mehr dazu kommen kann. In Rielasingen will die Mannschaft von Trainer François Berthier die Vizemeisterschaft unter Dach und Fach bringen. Da nur noch die SG Gutach/Wolfach, gegen die Oberhausen den direkten Vergleich gewonnen hat, aufschließen kann, würde ein Remis reichen.
TV Herbolzheim – SG Gutach/Wolfach. Nach der knappen Niederlage in Ehingen wolle der TV Herbolzheim sein letztes Heimspiel unbedingt gewinnen, sagt TVH-Sprecher Otmar Haag. Ohne Abwehrchef Florian Troxler ist der Matchplan der Herbolzheimer, dem Gutacher Angriff um Top-Torjäger Lukas Glunk (133 Saisontore) wenig Räume zu bieten. Offensiv setzen die Herbolzheimer auf Geduld statt hastigem Aktionismus. "Wir werden mit Mut auf die Abwehrreihe der Gäste zuzugehen müssen, auch wenn man weiß, dass sie für eine zupackende und nicht gerade zimperliche Abwehrarbeit bekannt sind", fordert Haag.
SG Schenkenzell/Schiltach – HSG Freiburg. Als frischgebackener Meister geht es für die HSG Freiburg in den letzten beiden Saisonspielen nur noch um die Kür. Sich auf dem Titelgewinn auszuruhen kommt für die HSGler trotzdem nicht infrage: "Wir werden in den kommenden Spielen Vollgas geben, das sind wir den anderen Mannschaften schuldig, für die es noch um etwas geht", sagt HSG-Trainer Max Wachter. In der Hoffnung, im Saisonendspurt noch auf den dritten Platz zu springen, will Schenkenzell dem Spitzenreiter Paroli bieten.

Landesliga Frauen

SV Schutterzell – HSG Freiburg III. Mit einem Sieg in Schutterzell könnte die HSG sogar theoretisch noch Dritter werden. "Wir wollen das Spiel gewinnen und schauen dann, was dabei rauskommt", sagt HSG-Trainer Konstantin Schäfer und spricht seinem Team im Vorfeld ein Lob aus: "Wir können mit der Saison sehr zufrieden sein."
ESV Freiburg – HSC Radolfzell. Obwohl der ESV Freiburg eine ordentliche Saison spielt, ist er noch nicht alle Abstiegssorgen los. Auf dem nächsten Abstiegsplatz rangiert der TV Todtnau. Da der TVT den direkten Vergleich mit den Eisenbahnerinnen gewonnen hat, muss die Mannschaft von Trainer Manuel Majocchi gewinnen, um aus eigener Kraft den Klassenerhalt einzutüten.
TB Kenzingen – SF Eintracht Freiburg. Trotz toller Hinrunde ist man bei der vom Verletzungspech gebeutelten Eintracht froh, wenn die Saison vorbei ist. Beim TBK geht es im letzten Saisonspiel noch um den Liga-Verbleib. Um nicht auf einen Abstiegsplatz abzurutschen, will die Mannschaft von Trainergespann Baab/Emmenecker noch einmal alles in die Waagschale werfen.
SG Markgräflerland – TV Gengenbach. "Spiel abhaken und auf den Saisonabschluss schauen", meinte Jürgen Schmitz aus dem SG-Vorstand nach der Niederlage in Allensbach. Im Kellerduell gegen Gengenbach will sich die SG noch einmal ordentlich auf dem Landesliga-Parkett präsentieren, ehe sie in die Bezirksliga absteigt.