Die erste Hürde genommen

Nils Müller

Von Nils Müller

Mo, 14. Mai 2018

Handball Allgemein

Handballer des TuS Oberhausen setzen sich in der ersten Runde der Relegation zur Südbadenliga gegen den SV Ohlsbach durch.

HANDBALL. Relegation zur Südbadenliga, Rückspiel der ersten Runde: TuS Oberhausen – SV Ohlsbach 32:28 (16:14). Der TuS Oberhausen gewinnt in einem ebenso spannenden wie fairen Spiel gegen den SV Ohlsbach und spielt nun gegen den Lokalrivalen TB Kenzingen um einen Südbadenliga-Startplatz in kommenden Saison.

Nachdem sich der TuS Oberhausen und der SV Ohlsbach im Hinspiel als ebenbürtige Gegner erwiesen und mit nur einem Tor Differenz getrennt hatten (26:25 für Ohlsbach), versprach das Rückspiel ein wahrer Handball-Krimi zu werden. Dementsprechend war die Oberhausener Rheinmatthalle mit rund 600 Zuschauern voll besetzt. Und die Partie hielt, was sich die anwesenden Schaulustigen von ihr erhofft hatten.

Wie vergangenen Mittwoch in Ohlsbach bestimmte Oberhausen die Anfangsphase. Rund zehn Minuten waren gespielt, da führte die Mannschaft von Trainer François Berthier mit 6:3. Bis zur 22. Minute behaupteten die Gastgeber dank einer starken Defensive ihren Vorsprung, ehe Ohlsbach zum 11:11-Ausgleich traf. Kurz vor der Halbzeitpause waren abermals die TuS-Werfer am Drücker, sodass es mit 16:14 in die Kabinen ging. "Dass wir die Führung aufrecht halten konnten, war ein Knackpunkt für den weiteren Spielverlauf", sagte TuS-Teammanager Wendelin Ansel.

Kurz nach dem Seitenwechsel musste die Heim-Sieben die ersten Dämpfer hinnehmen: Erst kassierte Oberhausen den Anschlusstreffer zum 16:15 (33.), dann musste der bis dahin auffällige Flavio Zamolo aufgrund einer Wadenblessur aufhören. Für den angeschlagenen Youngster sprangen Fabien Stoeffler und Dominik Köbele in die Presche. "Die beiden haben Flavios Ausfall gut wettgemacht", lobte Ansel. Dennoch kam der SVO immer wieder bis auf einen Treffer ran. Oberhausen baute sich zwar zwischen der 45. und der 48. Minute ein Polster von drei Toren auf, musste aber weiter zittern.

Beim Stand von 27:24 (56.) hätte das Spiel endgültig kippen können: TuS-Spielmacher Clement Martinez kassierte eine Zeitstrafe, die Gäste bekamen einen Siebenmeter zugesprochen. Lionel Gasser im Oberhausener Tor entschärfte den Strafwurf und hielt auch bei zwei weiteren hochkarätigen Ohlsbacher Chancen seinen Kasten sauber. "Ich weiß nicht, wie es ausgegangen wäre, hätte der Gegner da seine Chancen und die Überzahl genutzt", sagte Ansel und verwies auf die Auswärtstorregel, nach der Ohlsbach bei 26 eigenen Treffern sogar eine Niederlage mit einem Tor Unterschied gereicht hätte, um weiterzukommen. Stattdessen baute die Hüsemer-Sieben ihre Führung vorentscheidend auf vier Treffer aus. "Es waren zwei Spiele auf Augenhöhe mit insgesamt glücklicherem Ausgang für uns", kommentierte Ansel. Im Hinspiel der zweiten Relegationsrunde spielen die Hüsemer kommende Woche vor heimischem Publikum gegen den Lokalrivalen TB Kenzingen. "Das werden zwei Spiele mit Endspielcharakter, begleitet von Nervosität und Rivalität", glaubt Ansel. Die Rheinmatthalle, so viel ist sicher, wird auch dann wieder bis auf den letzten Platz gefüllt sein.

Tore TuS: Stoeffler 8, Köbele 7, Zamolo 4, Freppel 4/1, Martinez 4/2, Maurer 3, Heß 2.