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10. Februar 2012
Die Suche nach dem Schalter
Frauen des TV Lahr erwarten den Tabellendritten TV Nellingen II.
HANDBALL Oberliga BW Frauen: TV Lahr – TV Nellingen II, Samstag, 18 Uhr, Rheintalhalle Lahr (wok). Kann sich der TV Lahr am Tabellendritten aufrichten? Das ist die Frage bei einem Team, das zuletzt aus der Spur kam, sich aber gegen Spitzenmannschaften immer mit einer ansprechenden Leistung präsentierte.
Platz neun bedeutet absolute Sicherheit für den Klassenverbleib. Von Rang zehn sind die Lahrerinnen derzeit vier Zähler entfernt. "Ich sehe die Situation noch nicht dramatisch", sagt die Abteilungsleiterin des TV Lahr, Waltraud Niecholat. Die 56-Jährige argumentiert aus einer gehörigen Portion Erfahrung heraus, tröstet zugleich und wirbt bei den mit guten Leistungen verwöhnten Zuschauern um Verständnis: "Keine Spielerin wirft gerne daneben." Die Mädels würden es schon können, das hätte sie ja in der Vorrunde bereits bewiesen.Dennoch ist bei den Ballwerferinnen des TV Lahr im Moment der Wurm drin. Beispiele gefällig? Der Blick auf den vor der Saison hochgelobten Rückraum fördert eine total unter Form bis lustlos agierende Sabrina Wurth zutage. Hanna Steinmetz wird wieder einmal von einer Verletzung gebremst und Lara Ernst, eine gerade 17 Jahre alte Spielerin, wird zwischen vorsichtigem Aufbau und plötzlicher Verantwortung total verunsichert. Diese Verunsicherung greift um sich. Erinnert sei an das Siebenmeterdrama bei der Heimniederlage gegen das Schlusslicht SG Schenkenzell, als sich selbst gestandene Akteurinnen kaum mehr an die ominöse Linie trauten. "Es kann doch nicht sein, dass ein Siebenmeter für uns eine Bestrafung ist", sagt die Abteilungsleiterin. Sie hofft der Schalter für eine stabile Leistung werde am Samstag umgelegt. Der Schlüssel zur Trendwende liegt für Niecholat im Kopf der Spielerinnen: "Wir müssen den Kopf ausschalten." Wie soll das gehen? Fremdmotivation soll helfen, soll die Akteurinnen während der 60 Minuten mitreißen und Gedanken an das Wenn und Aber jenseits des Spielfeldes verdrängen. Sei es von den Rängen ("Von dort braucht es mehr Unterstützung, wenn es einmal nicht so gut läuft"), sei es von der Bank oder auch von der Mannschaft selbst. "Wir müssen uns motivieren und uns untereinander den Druck nehmen."
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Für den Samstag fördert das Personal noch ein paar Problemchen: Sarah Huser fällt mit einer Hüftprellung aus, Sabrina Wurth ist durch private Verpflichtungen verhindert. So könnte es zu einem Comeback von Marisa Kunz kommen, der jungen Mutter, die sich aber inzwischen wieder mit der Mannschaft fit hält.
Autor: Wolfram Köhli
