Ein Foul und zwei Meinungen

ani, bz

Von Anika Maldacker & BZ-Redaktion

Di, 20. März 2018

Handball Allgemein

Umstände des Faustschlags bei Kenzinger Handballspiel unklar.

HANDBALL (ani/BZ). Nach der Tätlichkeit eines Zuschauers im Handballspiel der Kreisklasse A zwischen dem TB Kenzingen II und dem TSV March (wir berichteten) sind sich die Abteilungsleiter der beiden Vereine uneins über den genauen Ablauf. Der Attacke ging ein Foul durch einen Marcher Spieler gegen einen Akteur des TB Kenzingen II voraus. Es kam zu einer Rudelbildung auf dem Spielfeld.

Der TSV-Abteilungsleiter Agron Priesner beschreibt den Vorfall als brutal. Der Marcher Spieler, der bewusstlos geschlagen wurde, sei laut Priesner weder in das Foul, noch in das anschließende Gerangel involviert gewesen. Das stellt TBK-Abteilungsleiter Jürgen Müller laut Zeugenberichten in Frage. Er ist der Meinung, der niedergeschlagene Spieler sei sehr wohl in das Foul involviert gewesen. Die Stimmung des Spiels, das mit 29:28 für March endete, sei von Anfang an gereizt gewesen. Auch die Härte des Fouls beurteilen beide Vereinsvertreter unterschiedlich.

Der TB Kenzingen wollte am Montagabend über interne Konsequenzen beraten. Der Zuschauer, der handgreiflich wurde, ist ein 21-Jähriger, der im Kader der Kenzinger Südbadenligamannschaft steht. Er durfte am Abend im Spiel gegen den HC Elgersweier als erste Konsequenz nicht spielen. Die Polizei ermittelt wegen einfacher Körperverletzung. Alkohol sei nach ersten Erkenntnissen nicht im Spiel gewesen. Für den Marcher Spieler, den der Faustschlag bewusstlos machte, wurde die Situation lebensgefährlich. Der 27-Jährige hatte seine Zunge verschluckt. Ein Ersthelfer zog sie wieder heraus.