Ein Hin und Her in den Schlusssekunden

Lars Blümle

Von Lars Blümle

Mo, 09. April 2018

Landesliga Nord

TuS Ottenheim gewinnt kurioses Derby gegen den TuS Schuttern.

HANDBALL Landesliga Nord: TuS Ottenheim – TuS Schuttern 27:26 (13:10) (lab).
Spielerisch war diese Partie zwar kein Leckerbissen, dafür steckte umso mehr Spannung vor allem in den letzten dieser 60 Spielminuten. Das lag einerseits am Kampfeswillen der Schutterner, die sich trotz Rückstände nicht aufgaben, andererseits aber auch an den Hausherren, die vor allem im zweiten Durchgang reichlich indisponiert agierten.

"Unser Überzahlspiel war schlimm", machte Ottenheims Trainer Daniel Hasemann eine Schwäche seiner Mannschaft aus. Seine Spieler hielten sich nicht an die Vorgaben und konnten kaum Nutzen aus diesen Phasen ziehen. Ob mit einem Mann in Überzahl oder gar mit drei beim Spiel Sechs gegen Drei, die Ottenheimer kamen kaum von der Stelle. Zwar setzten sich die Gastgeber rund eine Viertelstunde vor Schlusss mit fünf Treffern ab (20:15), dann aber begannen die kleinen Florian-Kopf-Festspiele bei Schuttern. Binnen zehn Minuten erzielte er fünf Treffer und glich für sein Team zum 20:20 aus. Der TuS Ottenheim ließ ihn dabei schalten und walten, zwei selbst verworfene Siebenmeter taten ihr übriges. Die Hausherren zeigten sich in der Defensive schlampig und im Angriff zum Teil planlos.

Die Hasemann-Sieben fing sich dann kurzzeitig und legte mit vier Treffern in Folge ihrerseits zum 24:20 in der 53. Spielminute vor. Es wäre der Zeitpunkt gewesen, an dem der Wille der Gäste eigentlich hätte gebrochen sein sollen. Doch wieder brachten die Ottenheimer die Gäste durch eigene Unzulänglichkeiten zurück in die Partie. Zwei unnötige Fehlwürfe, ein technischer Fehler und wieder glich Florian Kopf zum 25:25 aus. Ottenheims bester Werfer David Heim legte wieder danach vor (59.). Als Gästespieler Nico Eble das 26:26 markierte und nur noch zehn Sekunden auf der Uhr standen, sah es nach einer Punkteteilung aus, doch Ottenheim machte zwangsläufig das, was an diesem Tag ohnehin schon des Öfteren funktioniert hatte: schnelles Umschaltspiel. Dadurch gelang in der Schlusssekunde durch David Heim doch noch der Siegtreffer. "Ein Punkt wäre verdient gewesen", sagte Schutterns Trainer Axel Schmidt, der mit der kämpferischen Vorstellung trotz der Niederlage zufrieden sein konnte, auch wenn spielerisch nicht alles gepasst hatte, "zum Spielbeginn hatten wir vielleicht zu viel Respekt, am Ende fehlte das Quäntchen Glück".

TuS Ottenheim: Bertsch, Rauer; Alvarez, Schnak 2, Métier 5, Bing 1, Jund , Thielecke 3, Hügel 1, Heim 7, Oberle 1, Schneckenburger 4/1, Ehret 2, Frenk 1. TuS Schuttern: Silberer, Wendlinger, Krug 1, Kopf 10/4, John, Gambert 3, Beck 1, Lischke 3, Nienstedt, Krajnc, Dittrich 1, Eble 6, Wendlinger, Gündogdu 1. Spiel-Film: 2:0, 3:2, 6:3, 9:5 (21.), 9:7, 11:10 (28.), 13:10 – 13:11, 16:12, 18:14, 20:15 (42.), 20:20 (49.), 24:20 (53.), 25:21, 25:25 (59.), 26:25, 26:26, 27:26.