Eine vordere Platzierung muss der Anspruch des HGW Hofweier sein

Peter Schaub

Von Peter Schaub

Mi, 29. August 2018

Südbadenliga

BZ-CHECK: Das Südbadenligateam aus dem traditionsreichen Handballdorf hat in den Vorbereitungsspielen nicht immer sein Potenzial abgerufen.

HANDBALL (pau). "Unser Ziel wird es sein, die vielen jungen Spieler in unserem Kader an das Südbadenliga-Niveau heranzuführen. Verstecken wollen wir uns aber keinesfalls. Eine vordere Platzierung muss in der kommenden Saison unser Anspruch sein." Mit seiner Aussage steckt Michael Bohn die Ziele seiner Mannschaft klar ab. Der Trainer des HGW erwartet eine neue hochinteressante Saison in einer ausgeglichenen Südbadenliga. Den Topfavoriten sieht Michael Bohn im TuS Schutterwald.

Der Kader
Der Hofweierer Kader hat sich im Vergleich zur vergangenen Saison doch stark verändert. Den Verlust an Erfahrung will das Trainergespann Bohn/Gengenbacher mit jugendlichem Elan kompensieren. Sieben Spieler sind Jahrgang 1998 oder jünger. Mit Marcel Blasius, Maik Bächle, Mark Herbert gehören drei A-Jugendliche dem Kader an und Hendrik Graf ist gerade von der Jugend zu den Aktiven gewechselt. Das Torhüterduo Nebojsa Nikolic und Michael Kuhn sorgt aber dafür, dass der Altersschnitt nicht zu stark absackt.

Die Vorbereitung
Bestens integriert zeigten sich in den Vorbereitungsspielen die Neuzugänge. Michael Knuth, Strahinja Vucetic, Philipp Kunde sowie die Rückkehrer Steffen Stocker und Roman Einloth sorgen für zusätzliche Alternativen und Qualität. Sehr positiv, dass Eike Neff nach einer kurzen beruflichen Auszeit wieder zur Mannschaft gestoßen ist. Ein Rückschlag natürlich die Verletzung von Robin Dittrich. Wenn alles positiv verläuft, besteht die Hoffnung, dass er in der Rückrunde mitwirken kann. Das gleiche erhofft man sich in Hofweier auch von Timo Spraul und Tim Stocker. Bei den aufgezählten verletzungsbedingten Ausfällen ist es unbeschreiblich wichtig, dass Stefan See sein Können und seine Erfahrung eine weitere Saison einbringen wird.

Der Belastungsfaktor
In den Vorbereitungsspielen rief die Südbadenliga-Mannschaft nicht immer ihr Potenzial ab. Dass Qualitäten vorhanden sind, unterstreichen die lang umkämpften Partien gegen die SG Köndringen/Teningen und der knappe Erfolg in Sandweier. Schon die Ligaspiele im September mit den Heimspielen gegen den TV Oberkirch, den Aufsteiger HSG Ortenau Süd sowie der Partie beim BSV Sinzheim sind wegweisend für die weiteren Wochen. Ein Belastungsfaktor der besonderen Art stellt die Termingestaltung dar. Da der DHB jegliche Spiele während der WM im Januar unter Strafe untersagt hat, kommt es dazu, dass der HGW zwischen dem 5. Dezember, dem Heimspiel gegen den TuS Helmlingen und dem 26. Januar, dem Auswärtsspiel in Helmlingen, sieben Wochen Pause hat. Dafür gibt es dann englische Wochen.

Das Landesligateam
Die Hofweierer Reserve ist wieder in die Landesliga zurückgekehrt. Trainer Tobias Ruf verweist auf den niedrigen Altersdurchschnitt, blickt aber der Runde mit einigem Optimismus entgegen: "Die Mannschaft ist extrem jung. Nachdem Roman Einloth wieder zur ersten Mannschaft zurück ist, sind Patrick Ruf und Sebastian Schulz die einzigen Aktiven über 25 Jahre. Das ist die Chance für den Nachwuchs, Führung und Verantwortung zu übernehmen. Dass die Jungs die Qualitäten für die Landesliga haben, ist für mich unbestritten. Aber die Saison wird alles abfordern. Da ist es gut, dass mit David Monschein und Björn Glindemann zwei bekannte Gesichter zurück sind.

Zugänge: Robin Dittrich (SG Köndringen/Teningen), Philipp Kunde (HSG Konstanz), Steffen Stocker (TuS Ringsheim) Strihinja Vucetic (HSG Rhein-Nahe-Bingen), Mark Herbert, Hendirk Graf, Maik Bächle (HGW-A-Jugend), Fabian Wild, Roman Einloth (HGW-Reserve).
Abgänge: Max Mattes, Florian Langenbach (TuS Ottenheim), Marko Bures (unbekannt), Timo Häß (HTV Meißenheim), Sven Gieringer, David Monschein (Standby).
Kader 1. Mannschaft – Tor: Patrick Herrmann, Nebojsa Nikolic, Mark Herbert, Michael Knuth; Feld: Hendrik Graf, Maik Bächle, Tim Stocker, Fabian Wildt, Steffen Stocker, Florian Herzog, Timo Spraul, Luca Barbon, Boris Schnak, Marcel Blasius, Lukas Schade, Michael Herzog, Stefan See, Strahinja Vucetic, Philipp Kunde, Roman Einloth, Robin Dittrich.