Kenzingen gegen March

Faustschlag bei Handballspiel: Spieler hatte Zunge verschluckt

ani, bz

Von Anika Maldacker & BZ-Redaktion

Mo, 19. März 2018 um 17:00 Uhr

Handball Allgemein

Nach dem Faustschlag eines Zuschauers gegen einen Spieler beim Handballspiel Kenzingen gegen March widersprechen sich die Vereine. Derweil wird klar: Die Situation war durch eine verschluckte Zunge sogar lebensgefährlich.

Nach der hitzigen Begegnung zwischen dem TSV March und dem TB Kenzingen II am Samstagnachmittag in der Kenzinger Üsenberghalle, bei der ein Spieler des TSV March bewusstlos geschlagen wurde, sind sich die Abteilungsleiter der beiden Vereine uneins über den genauen Hergang des Vorfalls.

Der Vorfall ereignete sich unmittelbar nach einem Foul vonseiten eines Marcher Spielers gegen einen Spieler des TB Kenzingen II und einer Rudelbildung auf dem Spielfeld.

Der Abteilungsleiter des TSV March, Agron Priesner, beschreibt den Vorfall als brutal und sieht ihn im ersten Bericht über den Vorfall als zu harmlos beschrieben an. Der Marcher Spieler, der bewusstlos geschlagen wurde, sei, so Priesner, weder in das Foul noch das Gerangel, das dem Schlag voran ging, involviert gewesen.

Das stellt der Abteilungsleiter des TB Kenzingen II, Jürgen Müller, laut Zeugenberichten in Frage. Er ist der Meinung, dass der niedergeschlagene Spieler in das Foul involviert gewesen sei. Die Stimmung im Spiel sei von Anfang an gereizt gewesen. Vor allem am Ende, als der Punkteunterschied so eng gewesen sei, soll die Stimmung jedoch besonders angespannt gewesen sein, so Müller.

Auch darüber, wie hart das vorangegangene Foul gewesen sei, sind sich die beiden Vertreter der Vereine uneins.

Interne Konsequenzen werden am Montagabend besprochen

Müller kündigte an, dass der Vorfall interne Konsequenzen haben werde. Inwiefern solle am Montagabend in Vereinskreisen besprochen werden. Der mutmaßliche Zuschauer, der handgreiflich wurde, ein 21-Jähriger aus der Region, der im Kader der Kenzinger Südbadenligamannschaft steht, wurde beim Spiel seiner Mannschaft am Abend gegen den HC Elgersweier zwar im Kader geführt, durfte aber nicht spielen. Das sei eine Konsequenz aus dem Vorfall am Nachmittag gewesen, so Müller.

Die Vertreter der Vereine waren sich darüber einig, dass es sich bei der Tat um ein nicht zu tolerierendes Verhalten gehandelt habe.

Die Polizei ermittelt wegen einfacher Körperverletzung gegen den 21-Jährigen. Mehrere Zeugen werden im Laufe der Woche gehört. Alkohol sei nach ersten Erkenntnissen nicht im Spiel gewesen.

Bei dem Vorfall am Samstagnachmittag wurde nach einem Foul und anschließenden Gerangel auf dem Spielfeld ein Marcher Spieler mit einem Faustschlag ins Gesicht bewusstlos geschlagen. Die Situation wurde sogar lebensgefährlich, weil der bewusstlose 27-Jährige seine Zunge verschluckte. Eine Ersthelferin reagierte sofort und zog sie wieder heraus.

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