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06. Februar 2012 20:00 Uhr

17. Spieltag

Handball Landesliga: Alle Topteams ohne Sieg

Packende Topduelle und eine schmerzhafte Pleite im Kellerkampf für Alemannia Zähringen, das bot der 17. Landesliga-Spieltag für die regionalen Teams.

VideoDas Spitzenspiel zwischen dem Tabellenführer TV Herbolzheim und dem Verfolger SG Waldkirch-Denzlingen, das 31:31 (13:13) endete, lockte gut 350 Zuschauer in die Breisgauhalle. Und die sahen eine von der ersten bis zur letzten Sekunde packende, hochklassige – und für den Waldkircher Thomas Bludau schmerzhafte Partie: Er musste bereits nach einer Viertelstunde mit einer Platzwunde am Kinn vom Feld. Es war über die gesamte Spielzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das die Gäste um Spielertrainer Sebastian Strübin bei der ersten Zweitoreführung (29:27) fast entschieden hatten. Aber eben nur fast, denn die Sieben von Jürgen Brandstaeter glich noch einmal aus (31:31). Glück für den TVH, dass der letzte Ball im Lattenkreuz (siehe Rückraum) hängen blieb. "Hätten wir nach dem 29:27 noch ein Tor vorgelegt, hätten wir hier gewonnen. Das Unentschieden geht aber in Ordnung", meinte Bludau. Auch Brandstaeter war zufrieden mit dem Punkt. Beide Trainer lobten übrigens hernach die vorzügliche Spielleitung durchs Gespann Hansi Ganter/Martin Buschmann. "Wir konnten uns um unsere Mannschaft kümmern. Um das Spiel kümmerte sich das Schiedsrichtergespann.

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Keine Sieger ) gab es auch im zweiten Spitzenspiel beim 25:25 (9:13) zwischen den SFE Freiburg und der SG Schramberg. "Wir fanden nicht zu unserem Spiel, haben viele technische Fehler gemacht und standen zu weit vom Gegner weg", kritisierte SFE-Trainer Dirk Lebrecht. So hieß es nach einer Dreiviertelstunde 16:22. Dann stellte er die Deckung um, dann hielt Felix Eggert (er war für den vom Herbolzheimer Schiedsrichtergespann Cocan/Labusga früh vom Feld gestellten Michael Schiffner ins Tor gekommen) zwei Siebenmeter und dann brachte Lebrecht kurz vor Schluss (24:25) einen siebten Feldspieler. Es war schließlich Claudio Ebner mit einem Unterhandwurf, der vier Sekunden vor dem Ende den Ausgleich markierte. "Nach sechs Toren Rückstand war das ein Punktgewinn", so Lebrecht. Die Rote gegen Schiffner fand er "sehr zweifelhaft". Das Foul passierte einen Meter vor der Torlinie. Die Referees hätten "mehr als unglücklich agiert" und seien zumeist mehr im Fokus gestanden als das Spiel.

"Das war eine vollkommen desolate und einstellungslose Leistung, kein Vergleich zur Vorwoche. Einige Spieler sind sich noch nicht bewusst, dass wir massiv abstiegsbedroht sind", sagte ein äußerst verschnupfter Alemannen-Coach Martin Voßler nach er 27:29 (14:15)-Pleite beim TV Brombach. 16 Hochkaräter hatten die Gäste verworfen, dazu drei Siebenmeter, dazu eine "unverständlich katastrophale Rückzugsphase". Der durchaus Sprachmächtige sei eigentlich sprachlos ob der Darbietung.

Tore TVH: J. Reymann 8, Ziehler 7, Hüglin 4, Gehring 3/3, Rollinger 3, Wöhrle 2, Ehrler 2, F. Reymann 2. Tore SGWD: F. Strübin 9, Mlinarevic 5, S. Strübin 4, Disch 4/2, Forster 3, Hoch 2, Zank 2, Faller 1, Vogt 1.

Tore SFE: Fuchs 3/1, Wissler 1, Kuhn 8/6, Begemann 2, Schneider 1, Kiefer 2, Gorke 4, C. Ebner 4.
Tore Zähringen: Ruh 6/4, Greven 5, F. Stoeffler 4, N. Stoeffler 3, Tsoulfas 3/1, Wer- ner 2, P. Vogt 2, Brokhausen 1, F. Vogt 1.

Autor: Lars Bargmann