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16. September 2016

HSG-Männer halten das Freiburger Fähnlein hoch

Einziges Landesligateam aus der Breisgau-Metropole / Bescheidene Südbadenliga-Absteiger aus Oberhauen und Herbolzheim.

  1. TVH-Trainer Mario Reif Foto: Thoma

HANDBALL Das Warten hat ein Ende: Am Wochenende öffnen die Handball-Hallen der Landesliga Süd wieder ihre Pforten. Für drei Teams aus der Region geht es wieder ans Eingemachte. Die Stadt Freiburg, ehemals mit drei Mannschaften in der Liga vertreten, stellt in der Saison 2016/17 lediglich ein Team.

Dieses ist die HSG Freiburg. "Einerseits ist es schön, dass wir die höchtsklassige Mannschaft in Freiburg sind", meint HSG-Trainer Patrick Schweizer, "die Derbys mit vollen Hallen und toller Stimmung werden aber fehlen." Nach einem enttäuschenden neunten Platz in der Vorsaison, gibt man sich bei der HSG bescheiden. "In erster Linie wollen wir eine gute Abwehr stellen", so Schweizer. Ein "guter Mittelfeldplatz" soll es am Ende werden. Um nicht wieder durch Verletzungen und andere Ausfälle ausgebremst zu werden, stelle sich das Team von Trainer Schweizer in der Pause durch enge Zusammenarbeit mit der zweiten Mannschaft und Neuzugängen breiter auf. Die Vorbereitung sei aber aufgrund einiger Urlauber eher durchwachsen gewesen.

Als einzige Mannschaft aus der Region musste der TuS Oberhausen vergangene Woche bereits ran und verlor mit 20:28 gegen den TV Ehingen. Die Niederlage ist für die "Hüsemer" allerdings kein Beinbruch, gilt der TVE für viele als Titelkandidat. Nachdem der TuS nach dem Südbadenliga-Abstieg einen personellen Umbruch hinnehmen musste, ist die Mannschaft noch in der Findungsphase. Sechs Spieler nahmen die Oberhausener in der in ihren Kader auf, darunter drei aus der eigenen Jugend und dem Reserveteam (Stefan Moser, Tim Kölblin, Yorck Schwarz). In Flavio Zamola (Selestatt Handball) stieß zudem ein vielversprechendes Talent aus dem Elsass zum Team des neuen Trainers Francois Berthier. Die Neuzugänge zu integrieren sei momentan vorrangig, sagt TuS-Sprecher Hugo Moser. "Dennoch wollen wir uns an der oberen Tabellenhälfte orientieren." Als erster Schritt dahin soll im Derby gegen den TV Herbolzheim gepunktet werden.

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Der TV Herbolzheim erlitt ein ähnliches Schicksal wie der vier Kilometer entfernte Nachbar. Auch der TVH hatte nach dem Abstieg den Weggang einiger Leistungsträger (Jonas Chaloupka, Janick Lehmann, Tobias Kaiser) zu verkraften – und bediente sich bei der Kaderplanung vorhandener Ressourcen. Fünf Spieler aus der eigenen Jugend schafften den Sprung. "Der Kader ist eine Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Wilden", sagt TVH-Sprecher Otmar Haag. Den direkten Wiederaufstieg peilen die Herbolzheimer angesichts der personellen Veränderungen nicht an. Es gehe eher darum, schönen Handball zu spielen und sich als Mannschaft zu finden. Da ein solcher Findungsprozess Zeit braucht, bat der TVH-Trainer Mario Reif die Fans vorab um Nachsicht, vor allem mit den jungen Spielern. Er selbst gebe sich mit einem "Platz im gesicherten Mittelfeld" zufrieden.

Dem TB Kenzingen wäre ein Platz im gesicherten Mittelfeld der Landesliga Frauen sicher zu wenig. Zwar beendete das Team von Manfred Chaumet die Vorsaison als Zweiter, vollends zufrieden war man ob schwankender Leistungen allerdings nicht. Jetzt will der TBK erneut oben angreifen und sich abermals in der Spitzengruppe der Liga festbeißen.

Dort landete vergangene Saison überraschend die HG Müllheim/Neuenburg. In Hinblick auf schwerwiegende Abgänge und einige Ausfälle startete das Team von Trainer Martin Buschmann seinerzeit mit bescheidenen Zielen in die Spielzeit – und wurde am Ende Dritter. In der kommenden Saison in ähnliche Gefilde vorzustoßen, davon ist bei der HG keine Rede. "Es wird durch den kleinen Kader eine sehr schwere Saison", prognostiziert Buschmann. "Es kann nur darum gehen, so früh wie möglich Punkte zu sammeln, um den Klassenerhalt zu sichern.

Den Klassenerhalt hat auch die HSG Freiburg III als Ziel vorgegeben. In Alexander Koß übernahm in der Pause ein Trainer die Mannschaft, der bereits in der Vorsaison in der Landesliga als Trainer tätig war – allerdings in der der Männer. "Ich habe zehn Jahre Männer trainiert und eine neue Herausforderung gesucht", so der Neue. Koß brauchte kaum Anlaufzeit und freut sich auf die neue Saison. "Ich bin gespannt, wie schnell sich mein Team an die Bedingungen der Landesliga anpassen kann", so Koß. Eines steht aber fest: "Wir haben alle wahnsinnig Lust auf die Saison."

Autor: Nils Müller