NACHSPIEL

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Von BZ-Redaktion, Stephanie Maier-Straubmüller & Peter Schaub

Mo, 17. Oktober 2016

Südbadenliga

HANDBALL SÜDBADENLIGA

"An sich geglaubt"

HSG Mimmenhausen/Mühlhofen – TuS Altenheim 28:32 (13:13) (daw). Den dritten Auswärtssieg der Saison fuhr die Mannschaft von Trainer Heuberger beim punktlosen Tabellenletzten ein. Es war jedoch "alles andere als eine leichte Aufgabe", sagte der Trainer am Tag danach. Eine Mannschaft, die mit "Power und einer Kämpfermentalität" in der eigenen Halle auf den Platz ging, verlangte den Akteuren des TuS einiges ab. Mit drei Treffern lag Altenheim Mitte der zweiten Hälfte zurück. "Aber die Jungs haben an sich geglaubt und ihre Köpfe nicht hängen lassen", so Heuberger. Mit Jan Meinlschmidt stand zudem ein Akteur des TuS auf dem Platz, der neben seinen sieben Treffern mit Eins-zu-Eins-Aktionen auch immer wieder Lücken für seine Mitspieler in die Defensive der Gastgeber riss. Auch eine Rote Karte gegen Gerry Sutter brachte den TuS am Ende nicht mehr von der Siegerstraße ab.

TuS Altenheim: Grangé, Schäfer; Reuter, Sutter 3, Fels 3, Meinlschmidt 7, Höfer 1, Bachmann 2, Valha 5, Lefevre 3, Kugler 5/2, Gieringer, Weidtmann 3. Spiel-Film: 2:5, 5:6 (11.), 8:8, 11:11, 13:13 – 16:16, 18:16, 19:18, 21:18 (39.), 21:20, 22:22 (43.), 24:24, 25:25, 26:26 (50.), 26:28 (53.), 27:28 (53.), 27:30 (56.), 28:32.


HANDBALL LANDESLIGA NORD

Nach der Pause bergab

HSG Ortenau Süd – SG Schenkenzell/Schiltach 18:26 (9:12) (sms). Nach drei Siegen in Folge war es die erste Niederlage der Saison für die HSG. Und die war deutlich. Die erste Halbzeit ließ schon Böses erahnen. Die Gäste gaben den Ton an, zogen aber noch nicht davon. Moritz Wilhelm war dabei der Pechvogel, der Nachwuchsspieler erlitt gleich zu Beginn der Partie einen Mittelhandbruch. Für die ohnehin dezimiert angetretene HSG (Ralf Regenberg und Timo Oschwald fehlten) ging es dann in der zweiten Halbzeit nur noch bergab. Teilweise hilflos, und vor allem ideenlos, stand die Mannschaft von Trainer Damir Hasanovic in der auf dem Feld. Die Gäste dominierten und zogen quasi uneinholbar auf acht Tore davon. Dem Gastgeber blieb nichts weiteres als auf Schadenbegrenzung zu spielen. Zum einen waren die Akteure der HSG ausgepowert und platt und zum anderen fehlten die Alternativen. Die Defensive agierte weitgehend noch auf einem normalen Level, doch im Angriff lief nicht viel zusammen, sodass die stabile Gästereihe es einfach hatte.

HSG Ortenau-Süd: Panther, Betzler 6/3, Kloos, Fimm 4, Leufke 2, Göpper 2, Richini, Wilhelm, Eble 2, Ruf 1/1, Herzog, Brucker 1. Spiel-Film: 3:4, 6:6, 8:10 (22.), 9:12 – 10:13, 11:16 (36.), 14:22 (51.), 18:26.

Falsche Entscheidungen

HGW Hofweier II – HSG Hardt 28:39 (16:20) (pau). Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Die zusammen gewürfelte Hofweierer Mannschaft um das Trainergespann Ruf/Buchholz fand keine Mittel, das schnelle Angriffsspiel der Gäste zu bremsen. Einzig zwischen der 12. und 24. Minute keimte Hoffnung auf. Justin Lir, für den glücklosen Marcel Hilger ins Tor gekommen, brachte den HSG-Angriffswirbel zum Stocken. Hofweier nutzte das und kam von 5:11 auf 13:14 heran. Hier hätte die Partie vielleicht kippen können, aber mangelnde Harmonie verbunden mit vielen technischen Fehlern verhinderten das. Die Gäste erholten sich und wehrten den Ansturm der Hofweierer ab. Im zweiten Abschnitt häuften sich die falschen Entscheidungen des HGW. Ob im Angriff oder der Defensive, nichts ging mehr.

HGW Hofweier II: Lir, Hilger, Zimmermann 2, Isenmann 6, Czauderna 11/2, Wolber 1, Groh, Rudolf 1, Stocker 2, Neff 1, Deger, Ürek 3, Ruf 1, Remmel. Spiel-Film: 2:4, 4:9 (9.), 12:13 (24.), 14:18 (28.), 16:20 – 16:25 (36.), 20:28 (41.), 24:36 (55.), 28:39.


HANDBALL LANDESLIGA SÜD


Unerwarteter Kantersieg

TuS Ringsheim – TuS Steißlingen II 33:16 (12:7) (daw). Einen Kantersieg, der in dieser Höhe nicht zu erwarten war, landeten die Ringsheimer, deren Trainer Volker Klatt vor allem die körperlich robuste Abwehrarbeit hervorhob, die seine Mannschaft auf die Platte legte: "Das war schon überragend heute, vom Anfang bis zum Ende". Nur sieben Gegentreffer kassierte der TuS im ersten Durchgang, da störten auch die Anlaufschwierigkeiten in der Offensive nicht. In der zweiten Hälfte spielten die Ringsheimer ihre Stärke, das schnelle Konterspiel, gegen einen völlig überforderten Gegner gnadenlos aus. Volker Klatt wechselte munter durch und gab auch den Nachwuchsakteuren Einsatzzeit. "Das war einfach eine tolle Leistung der gesamten Mannschaft. Das bringt Selbstvertrauen", fasste der Trainer den erfolgreichen Nachmittag in der Kahlenberghalle zusammen.

TuS Ringsheim: Chaloupka; Feist 2, Köbele 5, Kaufmann 6, Schwende 2, Buchmiller 2, Grafmüller 2, S. Kaufmann 3, Stocker, Eder, Hildebrand 2, Klausmann 4, Stöcklin 3/3, Blum 2/1. Spiel-Film: 3:2, 4:3, 7:5 (19.), 9:7 (25.), 12:7 – 15:7, 19:9 (39.), 21:13 (44.), 28:13 (54.), 33:16.


RINGEN OBERLIGA

Wie bei Hitchcock

RSV Schuttertal – KSK Furtwangen 16:16 (eo). Am Samstagabend gab es in der Schuttertäler Festhalle einen Krimi, wie ihn Altmeister Hitchcock nicht besser hätte in Szene setzen können. Der Regionalligaabsteiger aus dem Schwarzwald erwies sich als der erwartet schwere Gegner, der die RSV-Staffel in erhebliche Bedrängnis brachte. Nach einem klaren Pausenrückstand 4:12 Punkten kam der RSV zunächst zum Ausgleich, um dann vor dem Problem zu stehen, vor den beiden letzten Kämpfen wieder einem Rückstand von vier Punkten aufholen zu müssen. Dieses schwierige Unterfangen bewältigten Nicolas Knipping und Dominik Fehrenbacher jedoch mit Bravour und retteten damit ihrem Team das Unentschieden. Ein Sieg mit mindestens drei Punkten Differenz, das war die Hypothek, mit der Dominik Fehrenbacher in den finalen Kampf gegen Arne Jöhnk gehen musste. Zweimal hatte er seinen Gegner am Rande der Schulterniederlage, es sollte jedoch nicht zum Vier-Punkte-Sieg für das Schuttertäler Mannschaftskonto reichen. Mit 13:9 erfüllte er jedoch das Minimalziel und durfte sich hinterher zurecht feiern lassen.