"Noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen"

Matthias Konzok

Von Matthias Konzok

Fr, 14. Oktober 2016

Handball 3. Liga

Handball-Drittligist TV Brombach feilt weiter an der Systemumstellung in der Offensive / Heimspiel gegen Ex-Zweitligist Allensbach.

HANDBALL 3. Liga Süd, Frauen: TV Brombach – SV Allensbach, Sonntag, 14.30 Uhr (zok). Der Start in die Saison ist für die Handballerinnen des TV Brombach mit einem Sieg aus drei Partien ganz gut verlaufen. Allerdings hat sich der Drittliga-Aufsteiger am vergangenen Wochenende bei der 19:26-Niederlage in Birkenau das Leben selbst schwer gemacht. "Wir hatten 27 eigene Fehler", sagt Andreas Storz aus dem Trainerteam. In den zurückliegenden Partien ein Höchstwert für den TVB. Ob auf dem Flügel, am Kreis oder im Rückraum – die Fehler summierten sich auf allen Positionen.

"Die Abläufe sind noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen", erklärt Storz. Die einstige Dominanz eines wurfgewaltigen Rückraums ist – aufgrund der Wechsel vor der Saison – einer spielerischen Lösung gewichen. Ein System, das für eine erfolgreiche Umsetzung eine feine Abstimmung voraussetzt.

Das wiederum erfordert viel Training, zudem wechselt der TVB während der Partien die Besetzung durch seinen großen Kader (14 Spielerinnen) regelmäßig durch. Je nachdem, wer auf dem Feld steht, ergeben sich folglich ganz unterschiedliche Laufwege und Verhaltensmuster; beispielsweise für Rebecca Dürr im Zusammenspiel mit Neuzugang Alizée Huntziger oder Maria Winzer.

Aufeinander abgestimmt sein – und das bei erhöhtem Druck der gegnerischen Defensive. Die Zeitspanne für die eigenen Aktionen ist geringer als noch in der Oberliga, umso mehr muss das TVB-Angriffsspiel fließend sein. Doch bis sich die Aktionen zum geschmeidigen Gesamtwerk verschmelzen, braucht die Mannschaft Zeit. Fehlpässe und Ballverluste sind daher unvermeidlich. Die eigenen Fehler unter die 20er-Marke zu drücken, wünscht sich Storz allerdings schon.

Drei Heimspiele in Folge für die Brombacherinnen

Die heimischen Gefilde muss der TVB in den nächsten Wochen erst mal nicht verlassen. Die nächsten drei Partien trägt der Aufsteiger zuhause aus, trifft dabei aber auf andere Kaliber als bisher. Am Sonntag gastiert der ehemalige Zweitligist SV Allensbach in der Wintersbuckhalle. Der Vorjahresdritte ist ebenso eine feste Größe wie die folgenden Gegner Möglingen und Waiblingen. Allerdings kann Brombach die Partien ohne Druck angehen. Die Verantwortlichen wissen, dass Niveauanpassung und Systemumstellung Geduld erfordern. Und warum sollte auf eigenem Parkett nicht eine Überraschung drin sein? Wenn alles passt, ist "an einem Supertag etwas möglich", sagt Storz.