SPORT(VOR)SCHAU

pau,wk,lab,daw,sms

Von Peter Schaub, Wolfgang Künstle, Lars Blümle, Daniel Weber & Stephanie Maier-Straubmüller

Fr, 02. März 2018

Südbadenliga

HANDBALL SÜDBADENLIGA

Mit dezimiertem Kader

HGW Hofweier – SG Waldkirch/ Denzlingen, Samstag, 19.30 Uhr, Niederschopfheim / Hohberghalle (pau). Auf dem drittletzten Tabellenplatz rangieren die Gäste derzeit. Aber es wäre fatal, würden die Gastgeber die Partie schon im Vorfeld abhaken. Was die Spielgemeinschaft an einem guten Tag zu leisten im Stande ist, unterstreichen die Auswärtserfolge beim HC Hedos Elgersweier und bei der Reserve der HSG Konstanz. Dass man trotzdem mit dem Abstiegsgespenst kämpft, liegt an der Unbeständigkeit. Dabei hat man in dem ehemaligen Jugendnationaltorhüter Patrick Esterhazy, dem drittligaerfahrenen Kai Mittendorf, sowie mit Andreas Fahrländer, Jan Disch, der am Samstag fehlen wird, und Timo Hoch mehrere Akteure im Kader, die jedem Gegner das Leben schwer machen können. Am Samstag wird der Angriff der Hausherren erneut auf eine aggressive Deckung treffen. Doch Teams, die einen langen geduldigen Spielaufbau pflegen, scheinen dem Spitzenreiter nicht so zu liegen. "Da wir wieder mit einem dezimierten Kader antreten werden, haben wir erneut ein sehr schweres Spiel vor uns", sagt HGW-Trainer Michael Bohn. Personell wird das wieder ein Drahtseilakt werden. Wie die Mannschaft letztendlich aussehen wird, entscheidet sich wohl erst kurzfristig.

Aggressive Deckung

TuS Schutterwald – TV St. Georgen, Samstag, 19.30 Uhr (wk). Nach dem überzeugenden Derbysieg am vergangenen Wochenende in Altenheim gastiert nun der Tabellenletzte in Schutterwald. "Da besteht immer die Gefahr, dass man einen solchen Gegner unterschätzt", sagt TuS-Trainer Nico Baumann. Denn die St. Georgener, die sich zuletzt eine deftige Heimschlappe gegen Hedos Elgersweier eingehandelt haben, werden alles daran setzen, sich möglichst teuer zu verkaufen. "Handball spielen können sie durchaus", so Baumann. "Wenn sie die Liga besser kennen würden, könnten sie sicher weiter oben stehen." Die aggressive, offensive Deckung hat dem TuS im Hinspiel eine Weile Kopfzerbrechen bereitet, ehe die Schwarzwälder mit dem siebten Feldspieler agierten und ins offene Messer rannten. Baumann hofft, dass die Grippewelle den TuS-Kader nicht noch weiter dezimiert. Andreas Bachmann liegt flach, Sascha Ehrler laboriert noch immer an seiner Wadenverletzung. Auch Moritz Pilsitz hat noch immer Schulterprobleme und wird wohl bestenfalls als Joker auf der Bank sitzen.

Nicht so tragisch

TB Kenzingen – TuS Altenheim, Samstag, 20 Uhr (daw). Die Ergebnisse sind das eine: drei Derbyniederlagen hintereinander. Wie man mit dieser Negativserie beim TuS Altenheim umgeht, ist das andere: "Wir sehen das nicht so tragisch, wie man meinen könnte", sagt Trainer Timo Heuberger. Zum einen habe man zuletzt gegen den Tabellenersten und Zweiten verloren und zum anderen sei man sich im Ried bewusst, in welcher angespannten Personalsituation man sich befindet. "Letztendlich muss man der Mannschaft solche Spiele dann auch mal zugestehen", sagt Heuberger. Beim Tabellenelften soll seine Mannschaft anders auftreten. In den vergangenen Spielen leistete sie sich zu viele technische Fehler. "Wir werden weiter an uns arbeiten", so Heuberger, der die Kenzinger als Mannschaft beschreibt, "die wenig Fehler macht und sehr ruhig und bedächtig spielt". Nicht nur die Altenheimer, auch die Kenzinger gehen mit einer Negativserie im Rücken in dieses Spiel.

Konstanz ist das Ziel

Phönix Sinzheim – Hedos Elgersweier, Samstag, 20 Uhr (davfr). Im Kalenderjahr 2018 ist es für den HCH bereits das fünfte Auswärtsspiel im sechsten Auftritt. "Wir haben am vergangenen Wochenende viel Gutes gezeigt und wollen dies mitnehmen nach Sinzheim", so Hedos-Coach Herrmann. Gegen die dynamische Mannschaft aus Sinzheim darf man sich keine Nachlässigkeiten oder Schwächephasen erlauben. Gerade in heimischer Halle bestraft der BSV Fehler der Gegner eiskalt über die erste und zweite Phase. "Für uns gilt es, Konstanz in unser Spiel zu bringen", fordert Coach Herrmann.

LANDESLIGA NORD

Die Vorfreude ist groß

HTV Meißenheim – TuS Schuttern, Freitag, 20.30 Uhr (wk). Schuttern, Ottenheim, Ohlsbach – drei Derbys in Serie. HTV-Trainer Frank Ehrhardt findet lobende Worte für den Gegner: "Was Schuttern spielt, ist aller Ehren wert, gerade jetzt, wo sie personell durch Verletzungen doch stark dezimiert sind. Man kann auf alle Fälle sagen, dass sie das Optimum herausholen." Einen besonderen Reiz bekommt die Begegnung, weil der HTV auf seine früheren Spieler Steffen Gambert und Torwart Christoph Krajnc trifft, die in dieser Saison nach Schuttern gewechselt sind. Der HTV ist durch die Grippewelle bislang verschont geblieben: Ehrhardts Kader ist – bislang – vollzählig. Schutterns Coach Axel Schmidt hofft, endlich einmal einen konkurrenzfähigen Kader ins Rennen schicken zu können. Einige langfristig verletzte Akteure befinden sich im Aufbautraining und die Grippewelle ist inzwischen wieder abgeflacht. Leicht wollen es die Jungs von der Schutter dem Gastgeber nicht machen. Trotzdem hat das junge Team aus dem Ried die Favoritenrolle inne. Über die Qualität der etablierten Spieler wie Manuel Hügli und Florian Engel (siehe Warmlaufen) muss nicht diskutiert werden.

Respekt vor Rückraum

TS Kehl – HSG Ortenau Süd, Samstag, 18 Uhr (sms). In der Vergangenheit tat sich die HSG Ortenau Süd in der Rheinstadt immer sehr schwer. Das lag oft am starken Rückraum der Kehler. Diesen gilt es mit einer stabilen und aggressiven Deckung frühzeitig in den Griff zu bekommen, so die Vorgabe von Trainer Mirko Reith. Timo Oschwald konnte die Woche über nicht richtig trainieren (Knieprobleme) und Oliver Fimm knickte im Training um. Fehlen wird Moritz Wilhelm (Urlaub).

Sorgen beim Personal

ASV Ottenhöfen – TuS Ottenheim, Sonntag, 17 Uhr (lab). Eigentlich sollte Ottenheim nach dem jüngsten Sieg mit breiter Brust zum ASV reisen, doch die personelle Lage hat sich während der Woche dramatisch zugespitzt. Neben mehreren Grippekranken Spielern kamen auch noch Verletzungen hinzu. "Unter diesen Voraussetzungen wird es eine Mammutaufgabe", sagt TuS-Trainer Daniel Hasemann, der weiß, dass kaum eine vernünftige Spielvorbereitung möglich ist. Zumindest kann er auf die A-Jugendspieler zurückgreifen, ob das gegen den Heimstarken ASV reichen wird, bleibt fraglich. Daniel Hasemann: "Wir schauen was geht und versuchen einigermaßen gut aus der Nummer zu kommen".

LANDESLIGA SÜD

Ringsheims Heimstärke

TuS Ringsheim – HU Freiburg, Samstag, 20 Uhr, Kahlenberghalle (BZ). Die HU kommt seit dem Jahreswechsel nicht so richtig in die Spur: Aus den vergangenen fünf Spielen holten die Freiburger lediglich einen Sieg – und laufen nun Gefahr, vom TuS Ringsheim eingeholt zu werden. Die Ringsheimer überzeugten zuletzt mit drei Siegen aus vier Spielen. Vor allem in der heimischen Kahlenberghalle erwies sich die Mannschaft von Trainer Heiko Rogge in der laufenden Spielzeit als unangenehmer Gegner. In sechs von acht Heimspielen verließen die Ringsheimer das Feld als Sieger.

OBERLIGA FRAUEN

Eine Rechnung offen

TV Brombach – TuS Ottenheim, Samstag, 16 Uhr (lab). "Die nächsten Wochen werden zeigen, wohin die Reise geht", sagt Ottenheims Trainer Tobias Buchholz vor der richtungsweisenden Partie gegen den Tabellenletzten. Lediglich vier Zähler konnte sich der TV bisher erkämpfen, zwei davon sicherte sich das Schlusslicht jedoch in der Ottenheimer Rheinauenhalle. "Wir haben noch eine Rechnung offen, diese Niederlage tat doch sehr weh", sagt Buchholz. Letztlich hilft der Ried-Sieben nur ein Sieg, um weiter um den Klassenerhalt mitspielen zu können. Beim TuS hat sich die personelle Lage etwas entspannt und die angeschlagenen Spielerinnen kehren wieder in den Kader zurück. Dazu wird Luisa Bing bis Saisonende zur Mannschaft gehören. "Damit haben wir nach dem Ausfall von Nadine Makelko wieder etwas mehr Alternativen", sagt Tobias Buchholz.