SPORTSPIEGEL

Mo, 07. Mai 2018

Oberliga BaWü

HANDBALL LANDESLIGA NORD

Erfolgreich verabschiedet

TuS Ottenheim – SV Ohlsbach 35:32 (17:16) (lab). Mit einem Sieg gegen den Tabellenzweiten, was auch eine letztlich nicht benötigte Schützenhilfe für den Aufsteiger HSG Ortenau-Süd darstellte, verabschiedeten sich die Ottenheimer aus der Saison – und von ihrem Trainer. "Unterm Strich fühlt sich der Sieg einfach geil an, wir haben noch einmal alles rausgehauen, das haben sich die Jungs verdient", sagte Daniel Hasemann nach seinem letzten Spiel an der Ottenheimer Bank. Lobende Worte gab es dann auch vom sportlichen Leiter Norbert Weide, der bei der Verabschiedung vor allem die Leistung Hasemanns in der vergangenen Saison hervorhob. Nach dem Abstieg und einigen Abgängen musste Hasemann mit stark veränderter Mannschaft antreten. "Daniel hat aus einem zusammengewürfelten Haufen eine Einheit geschweißt", sagte Weide. Auch Torhüter Sascha Rauer, der seit seiner Kindheit in Ottenheim spielt, wurde verabschiedet, er wechselt zum TuS Altenheim. Während für Ottenheim die Runde mit Platz vier beendet ist, steht für die Gäste aus Ohlsbach nun die Relegation um den Aufstieg zur Südbadenliga an. Großen Anteil am Ottenheimer Sieg hatte an diesem Tag Torwart Tobias Bertsch, der in der zweiten Halbzeit mit seinen wichtigen Paraden maßgeblichen Anteil daran hatte, dass die Ottenheimer ihren Vorsprung bis zum Schlusspfiff verteidigten.

TuS Ottenheim: Bertsch, Rauer; Alvarez 4, Schnak 1, Métier 8, Hügel 2, Jund, Thielecke 3, Heimburger, Heim 8, Oberle 3, Schneckenburger 6/1, Ehret, Frenk. Spiel-Film: 2:4, 5:8, 7:10 (13.), 10:10, 15:14, 17:16 – 20:17, 23:20, 26:23, 28:24 (46.), 30:26, 30:29 (54.), 32:29 (58.), 33:21, 35:32.

Erfolgreicher Aufsteiger

TuS Schuttern – TuS Oppenau 36:26 (18:10) (be). In einer stimmungsvollen Offohalle feierte der Aufsteiger mit einem Heimsieg das Ende dieser Saison, die mit dem achten Tabellenplatz endete. Von Beginn an dominierte der Gastgeber die Begegnung und gestattete den Gästen keine einzige Führung. Besonders Fabian Silberer in Schutterns Gehäuse lieferte in seinem letzten Spiel für die Gastgeber eine famose erste Halbzeit und entschärfte etliche freie Chancen der Gäste. Mit schnellem Konterspiel wurde der Vorsprung kontinuierlich ausgebaut, vor allem Steffen Gambert (ebenfalls in seinem letzten Spiel für Schuttern) zeigte dabei sein Können. Kurz nach der Halbzeitpause betrug der Vorsprung erstmals zehn Treffer. Dieser Differenz stand auch am Schluss. Die letzten zehn Minuten dieser überaus fairen Begegnung verstrichen unter den Gesängen der Schutterner Ultras.

TuS Schuttern: Silberer, Krajnc; Kopf 7/3, Leberl 3/1, John 2, Gambert 5, Beck, Lischke 1, Nienstedt 3, Dittrich 1, Eble 6, Wendlinger 3, Gündogdu 3, de Weijer 2. Spiel-Film: 2:0, 4:2, 7:4 (11.), 10:5, 11:7, 15:8; 18:10 – 20:10, 20:12, 23:15 (41.), 26:17, 29:20 (51.), 32:23, 36:26.

Fehler verhindern Sieg

HTV Meißenheim – TuS Großweier 27:27 (13:13) (wk). Auf Platz fünf überquerte der HTV die Ziellinie der Saison. "Hätte man mir das zum Saisonbeginn gesagt, wäre ich einverstanden gewesen", resümierte HTV-Trainer Frank Ehrhardt. Das letzte Spiel der Saison hätte die Ried-Sieben vor eigenem Publikum gerne gewonnen, doch eine desaströse Abwehrleistung und einer Fülle individueller Fehler verhinderten dies. Zudem war Gästespieler Luca Herrmann mit keinen Mitteln zu kontrollieren, er erzielte allein 14 Treffer. Manuel Hügli beendete die Saison fünf Sekunden vor seinen Spielkameraden, als er nach Auffassung der Schiedsrichter ein Anspiel unterband, in dem er nach einem selbst erzielten Treffer durch den Anstoßkreis zurücklief. Er sah Rot, den umstrittenen Siebenmeter nutzten die Gäste zum Ausgleich. Auch wenn der Sieg damit futsch war, sprach Ehrhardt von einem leistungsgerechten Unentschieden.

HTV Meißenheim: Wilhelm, Bader; J. Schröder, Engel 4, Funke 2, Fortin 5/2, S. Schröder 2, Nickert 6, Vollmer, Mattes 1, Lederle, Jochheim 1, Hügli 6. Spiel-Film: 1:3, 3:3, 4:6 (15.), 7:7, 10:10, 11:13, 13:13 – 15:15, 17:17, 19:17 (40.), 20:20, 22:22, 24:24, 26:26, 27:27. Rot: Hügli (HTV/60.), Zuschauer: 100.


HANDBALL LANDESLIGA SÜD

Kantersieg zum Abschied

TuS Ringsheim – TuS Steißlingen II 34:18 (13:10) (daw). In der zweiten Halbzeit machte der Saisonabschluss in der Kahlenberghalle doch noch richtig Spaß, erzählte Ringsheims Trainer Heiko Rogge. Im Spiel, in dem es quasi um nichts mehr ging, ließen die Gastgeber in der ersten Halbzeit zu sehr die Zügel schleifen. "In der zweiten Halbzeit haben wir es dann konzentriert und gut gemacht", so sprang gegen einen dezimiert angetretenen Gegner noch ein Kantersieg heraus. Die Ringsheimer, bei denen der langgediente Spieler Stefan Kaufmann emotional verabschiedet wurde, beendeten die Saison damit auf dem fünften Platz. "Überragend", bilanzierte Trainer Heiko Rogge, der die Mannschaft Mitte Dezember auf dem vorletzten Tabellenplatz übernahm. Rogge, der in Diersburg lebt, bleibt auch in der kommenden Saison Trainer. "Trotz der ganzen Fahrerei mache ich weiter. Mit den Jungs macht es so viel Spaß und ich möchte hier den nächsten Schritt in der Entwicklung gehen."

TuS Ringsheim: Blust, Chaloupka; Kölblin 4, G. Kaufmann 2, Mix 2, D. Kaufmann 2, S. Kaufmann 2, God 6, Stocker 3, Hildebrand 3, Lindemann, Blust, Stöcklin 4/2, Grafmüller 6, Mutschler. Spiel-Film: 3:3, 8:4 (14.), 9:8 (23.), 13:10 – 17:11 (37.), 20:13, 27:17 (48.), 32:17, 34:18.


HANDBALL OBERLIGA FRAUEN

Akku komplett leer

TuS Ottenheim - HSG Mannheim 23:30 (15:13) (lab). Im letzten Oberligaspiel blieb dem TuS ein Punktgewinn verwehrt. Wie so oft in dieser Saison konnten die Ottenheimerinnen am Ende wieder keine Früchte für einen starken Auftritt ernten. Bis zum 23:23 zwölf Minuten vor Schluss war noch alles drin, zuvor hatte der TuS lange geführt, danach gelang kein einziger Treffer mehr. "Das war ein Spiegelbild der Saison, wir machen ein richtig geiles Spiel, aber am Schluss war der Akku komplett leer", sagte Ottenheims Trainer Tobias Buchholz. Mit der Kraft schwand auch die Konzentration. "Schade, dass die Niederlage am Ende viel zu hoch ausgefallen ist", so Buchholz. Nach der Partie verabschiedete der TuS mit Marina Schnak und Laura Geppert zwei Spielerinnen, die den sportlichen Erfolg der Ried-Sieben jahrelang mitgestaltet haben. Laura Strohsack und Pamela Karkossa studieren künftig in Konstanz, Jule Frenk fällt ebenfalls aus Studiumsgründen weg. Um die sportliche Zukunft muss sich der Absteiger aber keine Sorgen machen. Sieben Neuzugänge stehen für die kommende Runde in der Südbadenliga schon fest.

TuS Ottenheim: Frenk, C. Geppert; Bing 3, Günther, Karl 3, Gehrlein, Rheinberger, T. Karkossa 3, Weber, Quennet 1, P. Karkossa 4/2, Hoppen 6/5, Schnak 2, L. Geppert 1. Spiel-Film: 3:3, 3:6, 5:6, 7:7, 8:9, 10:9 (21.), 11:11, 13:13, 15:13 - 17:13, 18:14, 18:16, 20:16 (37.), 20:20 (45.), 22:21, 22:23, 23:23 (48.), 23:30.