"Skandal" – Referees pfeifen zu früh ab

Werner Hornig

Von Werner Hornig

Mo, 19. März 2018

Landesliga Süd

Remis für Handball-Landesligist Dreiland – folgt ein Einspruch?.

HANDBALL Landesliga: TV Ehingen – HSG Dreiland 27:27 (14:13). Es war eine Partie mit Zündstoff, die die HSG Dreiland in Ehingen erlebte. Der Gegner steht unter Tabellendruck, und auch die HSG hat den Klassenerhalt längst nicht in trockenen Tüchern. Dreiland-Trainer Igor Bojic sprach nach der Partie von einer "unfairen Aktion", der auf der Bank verletzt sitzende Nils Haunschild von einem Skandal. Hat die Partie ein Nachspiel?

Zwar kehrten die Dreiländer nicht mit leeren Händen zurück, der Ärger wollte zunächst trotzdem nicht verrauchen. Das 27:27 fühlte sich nach einer Niederlage an, denn der Verlauf sprach klar für die HSG, die bis kurz vor Schluss auf Kurs lag, und auch nach dem Ehinger Ausgleich in der letzten Spielminute noch eine Siegchance bekam. Diese wurde den Weil-Lörrachern jedoch genommen.

Beim letzten Angriff der Gäste wurde ein HSG-Spieler gefoult – Freiwurf, eigentlich. Noch zwei Sekunden waren auf der Uhr und nach der Schlusssirene und ewigen Diskussionen mit den Zeitnehmern wurde sie auf 59:58 Minuten zurückgesetzt. Alles wartete auf den Freiwurf. Doch dann: wurde es stockfinster. Das Licht ging aus, die Spieler standen auf dem Parkett und warteten: Doch es passierte: nichts. Und das Beste: Nach erneut minutenlangem Warten erklärten die Referees das Spiel für beendet. Roland Christ, sportlicher Leiter der HSG sieht "einen klaren Regelverstoß", zwei Sekunden sind nun mal zwei Sekunden. Ehingen sei überdies verpflichtet, dass in der Halle alles funktionieren müsse. Christ geht "davon aus, dass wir Einspruch einlegen werden".

Allerdings hätte es soweit nicht kommen müssen, denn nach der Pause dominierten die Gäste, lagen 25:21 (52.) vorn. "In der Schlussphase ist uns die Konzentration abhanden gekommen", sagte Bojic. Ehingen holte Tor um Tor auf, kam 21 Sekunden vor dem Abpfiff zum Ausgleich. Und dann kam die Dunkelheit.

Tore HSG: Ludwig 11/2, Niklas Weber 7, Hopp 2, Müller 2, Bödeker 2, Pit Weber 2, Palasz 1. Spielfilm: 6:3 (13.), 10:7 (19.), 12:12 (24.), 14:13 – 14:18 (39.), 19:20 (46.), 21:25 (52.), 27:27.