SPORTSPIEGEL

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Von Lars Blümle, Wolfgang Künstle & BZ-Redaktion

Mo, 26. März 2018

Landesliga Nord

LANDESLIGA NORD

"Stempel aufgedrückt"

TuS Ottenheim – SG Muggensturm/Kuppenheim 36:27 (16:14) (lab). Der Tabellendritte wurde gegen den Vorletzten seiner Favoritenrolle gerecht. "Das Ergebnis ist mit letztlich egal, wichtig ist mir, wie wir es im Angriff gespielt haben", sagte TuS-Trainer Daniel Hasemann. Vor allem in der zweiten Halbzeit funktionierte das Umschaltspiel immer besser. Dazu baute der Gegner in den zweiten 30 Minuten zunehmend ab und hatte dem schnellen Spiel der Hausherren nur noch wenig entgegenzusetzen, nachdem es in der ersten Halbzeit noch ein ausgeglichenes Spiel war. "Wir haben dem Spiel dann unseren Stempel aufgedrückt, alle Wechsel haben gut funktioniert", sagte der zufriedene Trainer Daniel Hasemann. Johannes Weide, der sein letztes Spiel in dieser Saison bestritt und beruflich für ein halbes Jahr ins Ausland geht, zeigte mit acht Treffern und schönen Kreisanspielen noch einmal eine gute Leistung und auch Jon Alvarez, der nach seiner Einwechslung das Spiel leitete und vier Tore selbst beisteuerte.

TuS Ottenheim: Bertsch, Rauer; Alvarez 4, Schnak 4, Métier 4, Weide 8/1, Jund 1, Thielecke 3, Heimburger, Heim 4, Oberle 1, Schneckenburger 3, Ehret 2, Frenk 2/1. Spiel-Film: 3:3, 6:7 (10.), 10:8, 11:10, 16:14 – 20:14, 23:19 (42.), 29:23 (49.), 36:27.

Zwei Punkte ohne Vier

TS Ottersweier – TuS Schuttern 27:33 (11:16) (be). Die alte Skatregel, wonach man auch ohne vier erfolgreich spielen kann, wendete der personell dezimierte TuS Schuttern an. Die fehlenden vier Akteure wurden mit enormer Kampfkraft, einem überragenden Florian Kopf (zwölf Treffer) und reichlich Kopfschmerzen bei Torhüter Christoph Krajnc wettgemacht. Die Gastgeber starteten furios in die Partie und führten nach zehn Minuten mit sechs Toren. Zur Halbzeit betrug der Vorsprung fünf Treffer. Eine kurze Schwächephase der Gäste nutzte Ottersweier aus und kam eine Viertelstunde vor Schluss auf drei Treffer heran (21:24). Enger wurde es für Schuttern aber nicht mehr. Nachdem der bis dahin beste Schütze der Gastgeber, Manuel Moser, mit einem Siebenmeter-Kopftreffer Christoph Krajnc auf die Bretter schickte, sah er folgerichtig die Rote Karte. Ein weiterer Kopftreffer von Linksaußen verbesserte die Laune von Chris Krajnc im Schutterner Tor keineswegs, beflügelte ihn jedoch zu einigen weiteren Paraden. Am Ende stand ein verdienter Schutterner Auswärtserfolg.

TuS Schuttern: Silberer, Krajnc; Krug 2, Kopf 12/5, John, Gambert 3, Beck 1, Lischke 3, Nienstedt 2, Dittrich 1, Eble 4, Gündogdu 5. Spiel-Film: 0:3, 1:7 (12.), 4:7, 7:11, 11:13 (25.), 11:16 – 15:20, 17:24 (41.), 21:24 (45.), 23:28, 25:30 (56.), 27:33.

Zu spät daran geglaubt

ASV Ottenhöfen – HTV Meißenheim 24:23 (14:9) (wk). Am Anfang war es das Harzverbot, am Ende einfach nur Pech. "Meine Mannschaft hat sich anfangs viel zu sehr mit dem Harzverbot beschäftigt", berichtete HTV-Trainer Frank Ehrhardt nach Spielende. Haufenweise technische Fehler führten dazu, dass die Gäste kaum ihren Rhythmus fanden. Louis Nickert musste auch noch früh mit einer Jochbeinverletzung raus. Nach der Pause stellte Ehrhardt die Abwehr um, der HTV ging aggressiver zu Werke und zwang die Hausherren zu Fehlern. So bog der HTV ein 19:13 in ein 19:20 um. Am Ende war es eine ausgeglichene Partie, die beide Seiten hätten gewinnen können. "Wir haben zu spät an einen Sieg geglaubt", sagte Ehrhardt. "Eigentlich hätten wir einen Punkt verdient gehabt."

HTV Meißenheim: Blum, Bader; J. Schröder 1, Link 2, Engel 5/5, Funke 5, Fortin 1, S. Schröder 5, Nickert, Mattes 1, Lederle, Jochheim, Hügli 3. Spiel-Film: 4:1, 5:4, 6:5, 8:8 (19.), 14:8 (29.), 14:9 – 17:10 (37.), 19:13, 19:20 (52.), 22:20, 22:22, 23:22 (59.), 23:23, 24:23.


LANDESLIGA SÜD

Eine zu harte Gangart

HSG Dreiland – TuS Ringsheim 29:26 (13:13) (daw). Ringsheims Trainer Heiko Rogge war sich nicht wirklich sicher, über was er sich mehr ärgern sollte. Die zwei verlorenen Punkte oder die harte Gangart, mit dem dieses Spiel geführt wurde – auf beiden Seiten. Daniel Stöcklin, Ringsheims Regisseur, wurde direkt im ersten Angriff rüde gefoult und verbrachte den Rest des ersten Durchgangs mit einem dicken Schädel auf der Bank. Der TuS nahm im Anschluss die harte Gangart der Gastgeber an und so entwickelte sich eine Partie mit Aktionen, die "gesundheitsgefährdend" waren. "Die Schiedsrichter haben das überhaupt nicht eingedämmt", ärgerte sich Rogge, der diesen Umstand dann auch in seine Schiedsrichterbewertung schreiben wollte. Über das Handballerische sprach der Trainer dann auch noch: Mit einer guten Einstellung, "viel besser als in der Vorwoche" sei seine Mannschaft aufgetreten. "Damit war ich zufrieden", am Ende verlor der TuS die enge Partie unglücklich, so Rogge weiter.

TuS Ringsheim: Riffel; Kölblin 3, G. Kaufmann 6/2, Jägle 1, Schlötzer 3, S. Kaufmann 1, God , Stocker 4, Hildebrand 3, Morga, Stöcklin 2, Grafmüller 2, Ribsam 1. Spiel-Film: 3:0, 5:4 (12.), 8:8, 10:12, 13:13 – 14:16 (35.), 16:18, 19:19 (42.), 21:19, 21:21, 23:23 (52.), 26:24, 26:26 (57.), 29.26.