SPORTSPIEGEL

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Von BZ-Redaktion, Stephanie Maier-Straubmüller & Lars Blümle

Mo, 19. März 2018

Landesliga Nord

HANDBALL LANDESLIGA NORD

Dagegen gehalten

TuS Schuttern – TVS 1907 Baden-Baden II 31:29 (14:12) (be). In einer ausgeglichenen Partie hatte der TuS Schuttern auf Grund der kämpferischen Einstellung am Ende knapp die Nase vorn. Besonders Mitte des zweiten Durchganges hätte die Begegnung leicht zu Gunsten des stark aufspielenden Gastes kippen können. Doch diesmal hielt die Mannschaft von Trainer Axel Schmidt dagegen. Gerade in der zweiten Hälfte war es ein ständiges Hin und Her. Schuttern legte ein bis zwei Tore vor, Baden-Baden hielt dagegen und blieb immer in Schlagweite und führte in der 44. Minute plötzlich mit zwei Treffern (19:21). Dann drehte Schutterns Samet Gündogdu mächtig auf und traf drei Mal hintereinander. Der Kampfeswille war beim TuS geweckt. Als dann auch noch Stefan Beck mit seinem zweiten "geklauten" Ball die Heimmannschaft mit 28:26 (56. Min.) in Führung brachte, war der Damm gebrochen. Die Gäste versuchten zwar nochmals alles, drückten mächtig aufs Tempo, doch der TuS Schuttern brachte den Vorsprung ins Ziel.

TuS Schuttern: Silberer, Krajnc; Krug 1, Kopf 8/4, John 3, Gambert, Beck 2, Lischke 2, Nienstedt 5, Keller, Dittrich 3, Eble 2, Gündogdu 5, Lederer. Spiel-Film: 1:3, 4:3 (11.), 8:3 (17.), 10:6, 11:10 (27.), 14:12 – 16:15, 19:18, 20:22 (45.), 24:23, 27:26 (56.), 29:28, 30:28 (59.), 30:29, 31:29.

Tabellenführung verloren

HSG Hardt – HSG Ortenau Süd 32:30 (16:14) (sms). Noch 14 Minuten waren zu spielen, da lag der Tabellenführer überraschend deutlich mit sieben Treffern zurück, nachdem es rund zehn Minuten zuvor noch Unentschieden stand. Sieben Treffer in Folge, vor allem aus dem Rückraum, brachten Hardt in Führung. In dieser Phase fehlten der HSG Ortenau Süd jegliche Mittel, um sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Doch nach diesem starken Zwischenspurt des Gastgebers legte dieser plötzlich den Schalter um, sodass die Reith-Sieben wieder am Zuge war. Die Torchancen wurden weitgehend genutzt und der Rückstand Tor um Tor aufgeholt. Beim Stand von 29:28 waren die Gäste dem Ausgleich nahe, doch ein Tempogegenstoß durch Brian Ruf wurde unerklärlicherweise abgepfiffen. Zweimal hatte die HSG Ortenau Süd noch die Möglichkeit die Partie auszugleichen, doch nun fehlte das notwendige Glück. Am Ende musste sich der Gast mit einer bitteren Niederlage abfinden. Trainer Mirko Reith war alles andere als zufrieden mit der Leistung seiner Sieben und sah den Sieg von Hardt als gerecht an. Durch die Niederlage verloren die Ortenauer die Tabellenführung.

HSG Ortenau Süd: Richini, Betzler 9, Fimm 2, Leufke 2, Göpper 8/4, Schilli, S. Ruf, Peter 1, Wilhelm, Meister, B. Ruf 1, Bolz 7, Glatz. Spiel-Film: 1:4, 4:8 (14.), 9:10 (20.), 13:11, 16:14 – 18:16, 20:20 (38.), 27:20 (46.), 28:26, 29:28 (58.), 30:29 (59.), 31:29, 31:30, 32:30.

Sieg nach Auf und Ab

TS Kehl – TuS Ottenheim 30:31 (14:17) (lab). "Wir haben gut gespielt, setzten uns ab, leisten uns dann aber immer wieder unkonzentrierte Phasen", beschrieb Markus Heimburger, der den erkrankten Trainer Daniel Hasemann an diesem Tag auf der Ottenheimer Bank vertrat, das Auf und Ab der Partie in der Kreisstadt am Rhein. Beispielhaft dafür war die Phase, als der TuS in der zweiten Hälfte eine Fünf-Tore-Führung aus der Hand gab und Kehl zum 22:22 ausglich. Zwar legte Ottenheim gleich wieder vier Tore nach, aber auch dieser Vorsprung hielt nicht. Als der starke David Heim das 30:31 markierte, war nicht klar, dass dies der Siegtreffer war, denn es waren noch gut dreieinhalb Minuten zu spielen. Es sollte jedoch kein Treffer mehr fallen und so blieb es bei der geglückten Revanche für die Hinspielpleite für Ottenheim. "Unsere Einstellung hat heute gestimmt und am Ende haben wir verdient gewonnen", freute sich Markus Heimburger über den doppelten Punktgewinn, durch den sich der TuS auf den dritten Tabellenplatz schob. Lob gab es nicht nur für die starke Rückraumachse Weide/Metier/Heim, sondern auch für den Defensivblock um Bastian Thielecke und Eric Schnak, "trotz der 30 Gegentore war das gegen ein bis zum Schluss kämpfendes Kehl eine gute Abwehrleistung", sagte Heimburger.

TuS Ottenheim: Bertsch, Gärtner; Schnak, Métier 6, Weide 8/2, Jund, Thielecke 3, Heimburger 1, Heim 7, Oberle, Alvarez 1, Schneckenburger 5/1, Ehret. Spiel-Film: 1:4, 5:6 (10.), 5:10 (14.), 8:13, 10:13, 13:14 (25.), 14:17 – 15:20, 17:22 (38.), 22:22 (44.), 22:26 (48.), 26:29, 29:29 (55.), 29:30, 30:30, 30:31 (57.).