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08. Mai 2012

Das Kellerderby und fünf Rote Karten

TuS rettet sich, SG muss in die Relegation, HSG sagt Adieu.

  1. Südbadenliga Handball Foto: Bargmann

HANDBALL. Der TuS Oberhausen hat sich am letzten Spieltag der Südbadenliga mit einer bravourösen Leistung im Kellerderby bei der Drittliga-Reserve der SG Köndringen mit 23:20 (9:9) durchgesetzt und sich damit noch ans rettende Ufer gehievt. Die Teninger müssen in die Relegation. Die HSG Freiburg spielte zwar eine starke Partie beim Vizemeister in Schutterwald, verlor aber mit 28:33 (16:15) und steigt in die Landesliga ab.

600 Fans wollten das entscheidende Match in der Teninger Ludwig-Jahn-Halle sehen – sie bekamen zwar handballerische Magerkost serviert, die war aber sehr bunt angerichtet: Fünf Gelbe und fünf Rote Karten verteilte das formschwache Schiedsrichtergespann Mayer-Minet, das noch eine Woche zuvor eine über jeden Zweifel erhabene Leistung beim Oberhausener Sieg über Schutterwald abgeliefert hatte. Aber der Reihe nach: Die beiden ersten Roten gegen Gästekeeper Lars Langner und SG-Co-Trainer Michael Bühler (beide meckerten) waren berechtigt. Dann kam die 36. Minute, innerhalb weniger Sekunden schickten die Referees erst Wojciech Bablewski und dann Clement Martinez vom Feld. Den Polen wegen eines Fouls, den Franzosen, weil bei einer Rudelbildung einen Teninger geschubst hatte. Kaum lief die Partie wieder, sah auch noch Yann Oberlin Rot. "Tut mir leid, die Karte gegen Langner war in Ordnung, die drei anderen waren ein Witz", kommentierte TuS-Trainer Daniel Huser. Gleiches Maß angelegt, hätten auch die Teninger noch zwei Karten bekommen können. Doch anstatt den Riesenvorteil beim Stand von 11:12 auszunutzen, versteckten sich die ohne Steffen Danner spielenden Teninger hernach, agierten halbherzig, ohne den rechten Biss. Ganz anders das Oberhausener Häuflein Aufrechter, bei denen Huser sich sogar mangels Alternativen nach langen Jahren erstmals wieder kurz einwechselte. Am Ende reckten die Roten die Fäuste in den Himmel. "Ich habe meine Mission erfüllt, die Mannschaft kann stolz auf sich sein", sagte Huser.

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"Bis zu den Roten Karten war das Spiel vom Engagement her auf Augenhöhe, danach, auch mit dem Ausfall von Steffen, kam der absolute Bruch. Das Spiel hatte mit Handball nichts zu tun, es war ein fürchterliches Gewürge mit Haken und Ösen. Da hat Oberhausen einfach besser gewürgt, und der überragende Torwart Christian Hilß hat uns noch den letzten Funken Schneid abgekauft", bilanzierte Chaumet.

Die HSG Freiburg spielte besser als TuS und SG, verlor aber nach großem Kampf beim TuS Schutterwald. 25:21 führte das HSG-Team von Siegmund Früh und Bernhard Riegraf sogar, "zum Schluss waren aber die notwendige Ausdauer und Konzentration nicht mehr abrufbar", sagten die Trainer. Trotz der Niederlage sei es ein anspruchsvolles, leidenschaftlich geführtes und versöhnliches Abschiedsspiel gewesen.

Tore SG: Laudes 1, Gerber 1, Rösch 5/1, Jentsch 3, Zank 3, Cesar 5, Leicher 2:
Tore TuS: Gander 6/2, Zeiser 1, Ganter 4, Stern 4, Hess 3, Oberlin 1, Bablewski 4.
Tore HSG: Heitvogt 8/1; Leupolz 4, Ehret 3, Muy 3, Preißl 3, Flaig 2, Albert 2, Franz 2/1, Hubrich 1.

Autor: Lars Bargmann


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