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10. Februar 2012
Südbadisches Derby auf Augenhöhe
Drittliga-Handballerinnen des TV Grenzach zu Gast bei der HSG Freiburg / Ungarische Außenspielerin Nori Matrai steht vor Debüt.
HANDBALL. Wenn die Ballwerferinnen des TV Grenzach am Samstag kurz vor 20 Uhr in der Gerhard-Graf-Sporthalle der HSG Freiburg auflaufen, lässt sich eines bereits jetzt voraussagen: Der Kader der Einheimischen wird deutlich größer sein als jener der Gäste vom Hochrhein. Klar ist ebenfalls, dass die Partie für beide Teams eine ungemein wichtige ist. Und dies weniger, weil es sich um das einzige südbadische Derby in der Dritten Liga Süd handelt. Vielmehr besitzt die Partie enorme Bedeutung im Kampf um den Klassenerhalt.
Damit hat es sich allerdings auch mit der Hellseherei. Denn an den Umstand, dass die gegnerischen Mannschaften stets mehr Spielerinnen aufs Parkett schicken können, haben sich die Grenzacherinnen mittlerweile gewöhnt. Dennoch begegnen sich beide Teams leistungsmäßig auf Augenhöhe. Dies zeigte sich schon beim "kläglichen 27:27-Remis" (TVG-Trainer Michael Matschenz) im Hinspiel, nachdem Grenzach bereits mit 18:13 geführt hatte. Die Tabelle spiegelt die Verhältnisse gleichfalls. Waren die Grenzacherinnen vor drei Wochen noch Tabellenzwölfter, so sprangen sie nun mit einem Sieg gleich auf den rettenden neunten Platz. Hingegen rutschte die HSG Freiburg auf Rang zwölf, der am Saisonende den dritten Absteiger ausweist.Werbung
"Für beide Teams ist es ein extrem wichtiges Spiel", weiß Matschenz, "da geht es fast um vier Punkte." Zumal am Sonntag auch die beiden anderen Mitkonkurrenten Haunstetten und Mainz-Bretzenheim direkt aufeinander treffen. Personell ist die Situation bei den Grenzacherinnen auch diesmal ziemlich angespannt. Denn neben den Langzeitverletzten Monika Petka-Fedak und Alexandra Wittler wird auch die Ungarin Renata Kocsis fehlen, die derzeit in ihrer Heimat das Abitur baut. Weitere Spielerinnen sind angeschlagen wie Antje Matschenz, Paola Ekuba und vor allem Petronela Kovacikova, die sogar Fieber hat, so dass sich ein Mittun erst kurzfristig entscheidet.
Immerhin meldete Matschenz ("Wir wollen trotz allem gewinnen") zuletzt Zuwachs durch die Rumänin Ramona Tudor, die indes noch erheblichen Trainingsrückstand hat, da sie nach ihrem Engagement beim niederländischen Zweitligisten Beekse Fusion Club Beek studienbedingt mehr als ein halbes Jahr pausierte.
Indes könnte für Kovacikova eine neu verpflichtete Flügelspielerinnen zum Einsatz kommen, falls die Spielberechtigung rechtzeitig kommt. Dabei handelt es sich um die ungarische Zweitligaspielerin Nori Matrai, die Ende November ihre letzte Partie bestritt, als ihr Verein Inarcsorkeny KD den Spielbetrieb einstellte.
Autor: Jochen Dippel
