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19. Juni 2012
Tradition und Neues
Meißenheimer Rasenhandball-Turnier besitzt ein eigenes Profil und erfreut sich großer Beliebtheit.
RASENHANDBALL. 84 Mannschaften mit insgesamt 800 Spielern tummelten sich am Wochenende auf dem Meißenheimer Fußballplatz. Denn der HTV hatte eben jenen geviertelt und zur 28. Auflage des alljährlichen Rasenhandballturniers eingeladen. Die Sieger hießen bei den Frauen TuS Ottenheim und bei den Männern PSV Heidelberg, der im Finale den ETSV Offenburg bezwang.
Neben Mannschaften aus ganz Süddeutschland waren auch je zwei Teams aus der Schweiz und Frankreich zu Besuch. Während die Organisatoren um Turnierleiter Jakob Biegert vorsichtig neue Wege einschlugen, soll am Grundkonzept auch nach 28 Jahren weiterhin festgehalten werden.Denn während beispielsweise in Altenheim das Rasenturnier neben den großen Beachwettbewerben einigermaßen vom Aussterben bedroht ist, studieren die Verantwortlichen drei Dörfer weiter südlich die Teilnehmerlisten mit Genugtuung. Das Thema "Beach" werde beim HTV mittelfristig keine Rolle spielen – nicht nur deshalb, weil Biegert beim besten Willen nicht einfallen wollte, wo die Plätze angelegt werden könnten.
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"Dennoch werden wir in der nächsten Zeit über das Thema sprechen müssen", sagt Biegert. Denn trotz allem entwickle sich die Zahl der teilnehmenden Frauenmannschaften leicht rückläufig, vereinzelte Anfragen hinsichtlich des fröhlichen Treibens im Sand wurden zur Kenntnis genommen. "Die Frauen spielen lieber auf Sand", schloss Biegert aus diesen Nachfragen.
"Wer beachen möchte, der hatte in der Vorwoche in Altenheim die Gelegenheit und nochmal in drei Wochen in Ottenheim", sagt Biegert. "Ich denke, es wäre nicht richtig, diese Turniere zu kopieren." Zumal der Beachhandball seiner Meinung nach eine vollkommen andere Sportart als der klassische Handball darstelle, während auf dem Rasen weitestgehend die Regeln aus der Halle übernommen würden.
So ganz genau kann sich Biegert den Erfolg des Meißenheimer Rasenturniers aber auch nicht erklären: "Sie kommen weiterhin, sie kommen gern und wir bekommen eine durchweg positive Resonanz." Darum setzte man in diesem Jahr zwar auf Tradition, wagte aber dennoch einige Neuerungen.
Das Sie-und-Er-Turnier wurde größer angelegt. Während früher lediglich Firmen teilnahmen, durften sich nun auch Vereine und andere Gruppierungen anmelden. "Eine Fußballmannschaft findest du in jeder Firma", sagt Biegert, "Handballer sind schwerer zu finden." Und so meldeten sich in diesem Jahr immerhin zwölf Frauen- und zwölf Männermannschaften an.
Neu war auch der Turnierwagen, der die armselige Gartenbankgarnitur ablöste, an denen früher die Organisatoren die Spielpläne wälzten. "Das ist der Gleiche wie in Altenheim", verrät Biegert. Dort fanden sich Ansprechpartner für alle Anliegen der Teilnehmer, auch die Spielpläne konnten bequem ausgehängt werden. Biegert schmunzelt: "Wir arbeiten nun serviceorientierter."
Autor: Wolfgang Künstle



