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06. Februar 2012

TV Brombach gewinnt und bläst zur Aufholjagd

ESV Weil verliert in der Handball-Landesliga gegen Ringsheim.

  1. Das schmeckte dem Ringsheimer Torwart nicht: Der Weiler Jonas Schamberger verwandelte diesen Siebenmeter über den Kopf. Foto: Meinrad Schön

HANDBALL (who). Eine überraschende Heimniederlage hat der ESV Weil in der Handball-Landesliga der Männer kassiert. Nach 60 Minuten entführte der abstiegsbedrohte TuS Ringsheim mit einem 34:31 (19:15)-Erfolg beide Zähler aus der Weiler Sporthalle an der Egerstraße. Das war nicht unverdient. Hingegen hat sich der TV Brombach im Abstiegskampf zurückgemeldet, und einen wichtigen 29:27 (15:14)-Heimsieg gegen den TSV Alemannia Freiburg-Zähringen gefeiert.

Die zweite Heimniederlage und die Erste in diesem Jahr haben sich die Weiler selbst zuzuschreiben. "Wir waren heute nicht in der Lage, die Partie zu gewinnen. Wir haben schlecht gespielt, waren in der Abwehr zu brav, und im Angriff zu harmlos", brachte es ESV-Trainer Wolfgang Hanser auf den Punkt. "19 Gegentreffer in einer Halbzeit sagen eigentlich schon alles", so Hanser, "wir haben die Ringsheimer zu einfachen Toren eingeladen."

Dabei hatte er seine Spieler vor dem Anpfiff noch darauf eingeschworen, die Gäste nicht zu unterschätzen. "Sie stehen mit dem Rücken zur Wand, und das haben sie auch gezeigt." Schon früh sahen sich die Weiler im Hintertreffen, gestalteten bis Mitte der ersten Hälfte (9:9) die Partie ausgeglichen. Als schließlich Daniel Hanser nach einem vermeintlichen Bodycheck die Rote Karte sah (25.), setzten sich die Ringsheimer bis zum Seitenwechsel mit vier Treffern ab. "Dem Rückstand sind wir immer hinterher gelaufen." Erst in der 42. Minute schöpfte Hanser nochmal Hoffnung, als sein Team bis auf 24:25 herankam. Aber zu mehr reichte es nicht, zumal seine Spieler mit überhasteten Torwürfen viele Chancen vergaben. Ringsheim gelangen in der Folge einfache Treffer zum Sieg.

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Es war fast schon die letzte Chance für die Brombacher. Eine weitere Niederlage hätte den Klassenerhalt in weite Ferne rücken lassen. Aber die Spieler von Trainer Peter Gutauskas zeigten eine Reaktion. "Das war Kampf ohne Ende", sagte der durchgeschwitzte Trainer nach 60 Minuten hochzufrieden. Überragend spielten Torhüter Max Kaufmann und der neunfache Torschütze Benny Dietzig. Dabei sah es nach 44 Minuten gar nicht gut aus. Der TVB lag mit 20:21 in Rückstand. Dann glückten aber vier Treffer in Folge zur 24:21-Führung. "Danach haben wir viel Kampfgeist bewiesen", freute sich Gutauskas über das Engagement und die mannschaftliche Geschlossenheit. "Ich hoffe, dies war das Signal zur Aufholjagd im Abstiegskampf."

Autor: who