VOR DEM ANWURF

fgi/nm

Von Felix Gieger & Nils Jakob Müller

Fr, 13. April 2018

Südbadenliga

Südbadenliga Männer

TuS Helmlingen – SG Waldkirch/ Denzlingen. Mit dem positiven Gefühl des Punktgewinns vom vergangenen Spieltag im Rücken machen sich die Elztäler am Sonntag auf den Weg an die französische Grenze. Dort sollen mit Hilfe der Euphorie die nächsten Big Points im Abstiegskampf eingefahren werden. Wie die Chancen dafür stehen? "Das ist egal",sagt Waldkirchs Kapitän Patrick Hoch lachend und fügt an: "Es gibt nun keine Ausreden mehr." Will heißen: Auch gegen den Tabellensechsten sollte nach Möglichkeit etwas Zählbares herausspringen. Dafür muss vor allem die Defensive gegen den starken Rückraum der Helmlinger standhalten. "Und wir dürfen nicht zu hoch in Rückstand geraten", versichert Hoch. Fehlen werden den Waldkirchern am Sonntag wohl Tobias Stopper und Andreas Engler.

SG Kappelwindeck/Steinbach – TB Kenzingen. Neue Woche, neues Glück. Nachdem am vergangenen Spieltag zwei extrem wichtige Punkte eingefahren werden konnten, geht es für den TBK am Sonntag erneut um wichtige Punkte im Abstiegskampf. In diesem haben die Mannen von Trainer Aurelijus Steponavicius momentan knapp die Nase vorne, liegen ein beziehungsweise zwei Punkte vor den Konkurrenten aus Waldkirch und Oberkirch. Klar, dass da ein Sieg in Steinbach zur rechten Zeit käme. "Wir wollen etwas Zählbares mitnehmen", gibt Steponavicius die Marschroute vor. Auch, wenn man erneut personelle Rückschläge verkraften muss. Neben dem Langzeitverletzten Tobias Hüglin fällt nun auch Sandro Winkler für den Rest der Saison aus. Und auch der Einsatz von Dominik Rigl in Steinbach ist fraglich. "Ausreden gibt es aber keine", zeigt sich Steponavicius dennoch kämpferisch.

BSV Phönix Sinzheim – SG Köndringen-Teningen II. Ein Duell auf Augenhöhe erwartet SG-Trainer Manfred Chaumet am Samstagabend. In Sinzheim geht es gegen einen Gegner, der in der Hinrunde oben mit dabei war, in den letzten Wochen jedoch kaum ein Erfolgserlebnis mehr feiern konnte. Anders die Drittligareserve, die sich zuletzt form- und spielstark präsentierte. Daher rechnet sich Manfred Chaumet auch für Samstag etwas aus: "Es wird sich wohl keine Mannschaft weit absetzen können und am Ende entscheidet die Tagesform." Dass bei ihm im Team die zuletzt fehlenden Sebastian Endres, Patrick Schumacher und Daniel Fahrländer zurückkehren, ist dieser sicherlich zuträglich.

Südbadenliga Frauen

SG Kappelwindeck/Steinbach – HSG Freiburg II. Was ist noch drin für die Drittligareserve in dieser Saison? Mit dem Sieg vergangene Woche konnte man sich unten etwas Luft verschaffen, entschieden ist aber auch in Puncto Abstiegskampf noch nichts. Bei der HSG rechnet man mit insgesamt bis zu fünf Absteigern. Platz acht sollte es am Ende also schon werden, um den Klassenerhalt definitiv sicher zu haben. Genau die Platzierung, die momentan der kommende Gegner innehat. Einen Platz weiter vorne – und damit Stand jetzt über dem Strich – rangieren die Freiburgerinnen von Trainer Benjamin Thoma. Mit einem weiteren Sieg am Sonntag wäre man somit wohl endgültig gesichert und könnte den Blick Richtung oberes Mittelfeld heben.

Landesliga Männer

TuS Oberhausen – HU Freiburg. Der TuS Oberhausen stellt nach Tabellenführer HSG Freiburg die heimstärkste Mannschaft. Vor eigenem Publikum gewann das Team von Trainer François Berthier neun von elf Spielen. "In Oberhausen hängen die Trauben extrem hoch", weiß HU-Trainer Dirk Lebrecht, der "ein ganz, ganz hartes Spiel" erwartet. Im Gegensatz zu seiner Truppe, die als Außenseiter befreit aufspielen könne, liege der Druck bei den Gastgebern. Schließlich muss der Tabellenzweite gewinnen, um die Konkurrenz auf Distanz zu halten. Dass die Union mit den Top-Teams der Liga auf Augenhöhe spielen kann, bewies sie gegen die HSG Freiburg (21:22) und SG Schenkenzell/Schiltach (35:34) – und will sich auch in Oberhausen als unangenehmer Gegner präsentieren. "Wir wollen so lange es geht mithalten und möglichst etwas Zählbares mitnehmen", sagt Lebrecht.
HSG Dreiland – HSG Freiburg. Die HSG Dreiland sei besser, "als es ihr achter Tabellenplatz vermuten ließe", sagt Max Wachter, Trainer von Tabellenführer HSG Freiburg. In der Hinrunde gewannen die Freiburger nach einem intensiven Spiel auf Augenhöhe knapp mit 31:29. Eine ähnlich enge Angelegenheit, "bei der es auf Kleinigkeiten ankommen wird", erwartet Wachter auch im Rückspiel. Nach dem Sieg gegen Pfullendorf und der Oberhausener Niederlage in Ringsheim befindet sich seine Mannschaft bei vier Punkten Vorsprung auf einem guten Weg Richtung Meisterschaft und Aufstieg, so dass das Team "befreit und selbstbewusst" bei den Dreiländern aufspielen könne.
SG Schenkenzell/Schiltach – TV Herbolzheim. Zweiter gegen Vorletzter hieß es in der Hinrunde. Trotz anhaltender Personalprobleme holte der TV Herbolzheim gegen den Favoriten aus Schenkenzell dabei zwei Zähler. Mit neun Siegen in elf Spielen seit dem Jahreswechsel haben sich die Breisgauer nach oben gearbeitet und reisen nun als Fünfter an. Herbolzheim müsse sich vor dem Tabellendritten also "keinesfalls verstecken", sagt TVH-Sprecher Otmar Haag. Mit einer kompakten Abwehr und Geduld im Angriff will die TVH-Truppe der Schenkenzeller Heimstärke trotzen und auch diesmal gewinnen. Dabei müssen die Herbolzheimer auf Florian Troxler und Janik Pommeranz verzichten.

Landesliga Frauen

SG Markgräflerland – TB Kenzingen. Ein letztes Mal muss der TB Kenzingen in der laufenden Saison noch einmal auswärts ran. Beim Tabellenletzten SG Markgräflerland will die Mannschaft von Trainergespann Baab/Emmenecker an die gute Leistung aus der Partie gegen den SV Schutterzell anknüpfen und den zweiten Sieg in Serie holen. Das Hinspiel ging mit 27:18 an den TBK.
HSC Radolfzell – SF Eintracht Freiburg. "Schlimmer kommt es wohl immer in dieser Saison", sagt SFE-Trainer Sandro Ebner. Da in Jana Schneider und Hannah Schraivogel zwei weitere Stammkräfte ausfallen, sei es noch nicht absehbar, ob die Eintracht ein Team werde stellen können. "Entsprechend wird es mehr als eine Herausforderung", meint Ebner, dessen Team beim 27:27 in der Hinrunde auch in Vollbesetzung Probleme mit dem aktuellen Fünften hatte.
ESV Freiburg – HSG Freiburg III. ESV-Trainer Manuel Majocchi erwartet ein temporeiches Derby: "Beide Mannschaften haben ein gutes Umschaltspiel." Entscheidend sei, wie gut sein Team mit der offensiven Deckung des Lokalrivalen zurechtkommen werde, so Majocchi weiter. An der Motivation soll es beim ESV nicht scheitern: Die Eisenbahnerinnen wollen sich mit aller Kraft für die deutliche 24:32-Niederlage in der Hinrunde revanchieren und den dritten Sieg in Folge einfahren.