"Wer weiß schon, was passiert wäre, wenn..."

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 23. April 2018

Südbadenliga

Personell dezimierter TuS Altenheim verliert in Oberkirch.

HANDBALL Südbadenliga: TV Oberkirch – TuS Altenheim 27:21 (14:9) (daw). "Wir sind ein Stück weit am Krückstock gegangen", umschrieb Altenheims Trainer Timo Heuberger die Niederlage beim Tabellenelften. Wie schon so oft in dieser Saison ging die junge Mannschaft personell angeschlagen in die Partie. Als dann nach nur wenigen Spielminuten das Lazarett noch größer wurde, nahm die Niederlage ihren Lauf. "Uns haben einfach die Alternativen gefehlt, das konnten wir nicht kompensieren", sagte Timo Heuberger.

Der 47-Jährige meinte damit das Umknicken von Simon Rudolf nach zwei Minuten, was diesem den Großteil der ersten Halbzeit kostete, und nur etwas später die Schulterverletzung von Tobias Biegert, welche diesen im Anschluss überhaupt nicht mehr am Spiel teilnehmen ließ. Hinzu kamen die schon angeschlagen ins Spiel gegangenen Jan Meinlschmidt und Gerry Sutter. Ergo: Die Altenheimer Akteure konnten sich keine Ruhepausen gönnen und finden so auch im Grunde nie wirklich ins Spiel. Zudem erwischten die Oberkircher auf der anderen Seite zu allem Überfluss auch noch einen richtig guten Tag. "Das muss man dann anerkennen", so Heuberger.

Rund eine Viertelstunde vor Schluss, die Altenheimer lagen mit vier Treffern zurück, gab es jedoch eine Periode, da hätte das Spiel kippen können. Heuberger hatte die Abwehr auf eine offensive 5:1-Variante umgestellt, was zur defensiven Sattelfestigkeit führte. Wären da nur nicht die Fehler in der Offensive gewesen. "Im Angriff haben wir es das gesamte Spiel nicht gutgemacht", in jener Phase aber waren die Chancen zum Anschluss dennoch da. Aus Tempogegenstößen und freien Chancen wurden jedoch keine Tore. Die erzielten die Gastgeber und zogen davon.

"Wer weiß schon, was passiert wäre, wenn ...", stellte Timo Heuberger eine rhetorische Frage in den Raum, die auch als Überschrift für die gesamte Altenheimer Saison dienen könnte, die nach dieser Niederlage rechnerisch nicht mehr auf dem Relegationsplatz zum Aufstieg in die Oberliga enden kann. "Man kann es nicht sagen", gab Timo Heuberger die Antwort auf die Frage nach dem "Was wäre wenn?" im Bezug auf das enorme Verletzungspech während dieser Saison.

Schwierige Saison, zufriedener Trainer

Wäre es ausgeblieben, hätten sich dann andere Akteure nicht so entwickelt, wie sie es getan haben – eben weil sie Verantwortung auf dem Feld übernehmen mussten. "Die Jungs haben unter diesen Umständen eine tolle Saison gespielt", zog der Trainer eine vorgezogene Bilanz bei zwei noch ausstehenden Spielen. "Mit Bravour gelöst", hätten die jungen Spieler etwa die schwierige Situation, dass man maximal drei Rückraumspieler über fast die gesamte Runde zur Verfügung hatte. "Was normalerweise mal innerhalb eines Angriffs taktisch umgestellt wird", wie etwa das Spiel mit zwei Kreisläufern, "das haben wir in vielen Partien über 40 Minuten durchgezogen", so Heuberger.

TuS Altenheim: Grangé; Reuter, Sutter 7/2, Teufel 1, Fels 1, S. Rudolf 3, Meinlschmidt 3, Höfer 2, Kugler 3, Biegert, Gieringer. Spiel-Film: 3:3, 6:3 (10.), 10:6 (16.), 11:9, 14:9 – 18:10, 20:13 (43.), 21:17 (48.), 23:17 (53.), 26:18, 27:21.