"Wir wollen drinbleiben"

Stephanie Maier-Straubmüller

Von Stephanie Maier-Straubmüller

Mi, 29. August 2018

Südbadenliga

BZ-CHECK: Aufsteiger HSG Ortenau Süd setzt auf das Kollektiv.

HANDBALL Südbadenliga (uws/sms). Nach einer überragenden Saison 2017/18 und dem letztendlich unerwarteten Aufstieg starten die Handballer der HSG Ortenau Süd die "Mission Südbadenliga". Trainer Mirko Reith, der in sein zweites Jahr als HSG-Trainer geht, sowie auch seinen Spielern und den Verantwortlichen ist bewusst, dass nun die Karten neu gemischt werden.

Die neue Liga
"Die neue Liga ist wesentlich stärker als die Landesliga," sagt der Meistertrainer Mirko Reith. "Viele andere Mannschaften in der Südbadenliga greifen auch auf fremde Spieler zurück. Hier ist noch mehr Geld im Umfluss. Das Niveau ist anspruchsvoll. Es ist klar, dass es für uns nicht einfach wird. Deshalb ist unser Ziel eindeutig: Wir wollen drinbleiben." Reith weiter: "Wir können nur über den Kampf und den Willen kommen, spielerisch sind uns viele Mannschaften voraus. Vorne wollen wir ein paar spielerische Lösungen finden und vor allem verletzungsfrei durchkommen, was sich aber schon in der Vorbereitung als schwierig erwiesen hat." Seiner Ansicht nach gibt es im oberen Tabellenbereich fünf, sechs Mannschaften, gegen die die HSG nur unter besonders glücklichen Umständen Punkte holen können. Dahinter folge ein Mittelfeld mit Teams, die man zu Hause schlagen könne und müsse, so Reith. Und dann bleiben für ihn noch jene Teams, die auf dem gleichen Niveau operieren. Sie hinter sich zu lassen, ist eines der Vorhaben von Reith und der Aufsteigermannschaft.

Der Kader
Positiv formuliert: Mirko Reith kann auch in der bald anlaufenden Saison auf den kompletten Kader der letzten Runde zurückgreifen. In dieser Hinsicht sind Stabilität und Kontinuität gegeben. Ergänzt wird der Kader mit Spielern aus der Reserve sowie aus dem Nachwuchsbereich. Als Neuzugänge durfte die HSG lediglich Sven Bechtold (TS Kehl) und Fabian Enderlin (TG Altdorf) im Südbadenliga-Team begrüßen. Diese personelle Situation kann man unterschiedlich bewerten: "Die Mannschaft spielt fünf, sechs Jahre oder noch länger zusammen, das ist ein Vorteil, denn die Spieler kennen sich und sind eine Einheit. Wir müssen über das Kollektiv kommen, denn wir haben nicht den überragenden Spieler, der uns in jedem Spiel acht bis zehn Tore wirft", weiß Reith. Die HSG unternahm Versuche, Spielern mit ausgewiesener Südbadenliga-Qualität nach Lahr und Seelbach zu locken, doch das scheiterte auch an finanziellen Erwägungen.

Die Vorbereitung
In zahlreichen, intensiven und schweißtreibenden Trainingseinheiten hat sich die Mannschaft über Wochen gut auf die neue Aufgabe vorbereitet. Auch wird über die Saison hinweg eine dritte Trainingseinheit ins Programm aufgenommen, sodass sich das Team immer gut auf die einzelnen Spiele vorbereiten kann. In mehreren Testspielen konnten Mirko Reith und sein Co-Trainer Tobias Friedemann sehen, wo die Mannschaft noch Defizite hat. Diese wurden dann in den Trainingseinheiten optimiert. In der neuen Klasse. Die HSG möchte so schnell wie möglich die notwendigen Punkte dazu einfahren. Dass dies kein Selbstläufer werden wird, ist allen Beteiligten klar. Zum Saisonauftakt am 16. September wird die Reith-Sieben bei der SG Köndringen/Teningen II antreten. Hier bleibt abzuwarten, wie die HSG die "Mission Südbadenliga" angeht.

Zugänge: Sven Bechtold (TS Kehl), Fabian Enderlin (TG Altdorf).
Abgänge: Keine.
Kader – Tor: Stephan Richini, Daniel Kleinert, Aaron Meister; Feld: Johannes Betzler, Fabian Enderlin, Oliver Fimm, Martin Leufke, Aaron Bolz, Timo Oschwald, Wito Göpper, Sven Bechtold, Dorian Herzog, Jan Glatz, Brian Ruf, Moritz Wilhelm, Nico Herzog, Jason Peter, Maximilian Schilli, Marco Brucker, Sören Ruf.

Trainer: Mirko Reith (2. Saison).