Zwei imponierende Serien

lab,wk

Von Lars Blümle & Wolfgang Künstle

Fr, 09. März 2018

Landesliga Nord

Zwei Mannschaften, die sich auf dem Spielfeld nicht viel nehmen, treffen sich in Ottenheim.

HANDBALL Landesliga Nord: TuS Ottenheim – HTV Meißenheim, Freitag, 20.30 Uhr, Rheinauenhalle(lab/wk). Losgelöst von der emotionalen Bedeutung dieses Matches geht es sportlich um den Blick auf den Relegationsrang. Das ist nun einmal so, wenn der Dritte gegen Vierten antritt.

Am Freitag empfängt Ottenheim den Dorfnachbarn zum prestigeträchtige Derby. Beide Mannschaften haben Serien zu verteidigen. Ottenheim ist seit sechs Spiele ungeschlagen und hat den dritten Tabellenplatz verteidigt, der HTV ist sogar seit acht Partien nicht mehr als Verlierer vom Platz gegangen und führt die Rückrundentabelle mit 10:0 Punkten an. Die Fans beider Lager dürfen sich also auf ein spannungsgeladenes Spiel freuen.

Im Hinspiel behielt Ottenheim bei den Gästen mit 25:21 die Oberhand. Allerdings haben sich beide Teams im Laufe der Saison gut weiterentwickelt und so wird es sicherlich nicht noch einmal ein solches Fehlerfestival wie im Hinspiel geben. Dennoch wird es wieder eine Rolle spielen, welches Team schneller die Nervosität ablegen kann und besser mit der Kulisse in der vollen Rheinauenhalle umgehen wird.

TuS-Trainer Daniel Hasemann sieht sich in einer komfortablen Situation. "Ich brauche keinen Spieler motivieren", sagt der Ottenheimer Coach, dessen Mannschaft am Samstag komplett sein wird. Hasemann weiß, dass Meißenheim ebenfalls mit einen breiten Kader auflaufen kann, "der HTV ist durchweg stark besetzt, aber es ist Derby und das wollen wir zu Hause unbedingt gewinnen, wir möchten das Ding rocken".

Groß ist die Vorfreude beim HTV Meißenheim auf das Spiel des Jahres: "Grade für die jungen Spieler ist das natürlich ein Highlight", sagt der Meißenheimer Co-Trainer Nico Vollmer. "Die kleine Ottenheimer Halle wird schon beim Aufwärmen kochen." Nachdem das Hinspiel für den HTV gewaltig in der Grütze endete, sinnen die Gäste auf Revanche. Das Team ist komplett, lediglich Florian Engel plagt sich noch mit einer Grippe. Sein Einsatz ist ungewiss.

Dieses Mal geht es um mehr als die Vormachtsstellung im Ried: Wenn der Dritte gegen Vierten antritt, dann bleibt ein begehrlicher Blick auf den Relegationsplatz nicht aus. Man kennt sich natürlich bestens, und Vollmer bringt seinen Respekt vor den Nachbarn zum Ausdruck: "Sie haben einige Spieler mit Südbadeniganiveau – diese muss man erst einmal in den Griff bekommen." Die Tagesform, davon ist er überzeugt, werde eine entscheidende Rolle spielen.