Zwei Spieler werden noch gestrichen

sid

Von sid

Mo, 09. Januar 2017

Nationalmannschaft

Heute letztes Testspiel der Handballer vor der WM.

KASSEL (sid). Dagur Sigurdsson hat die Qual der Wahl. 16 aus 18 lautet die magische Formel vor der WM-Generalprobe der deutschen Handballer gegen Österreich, der Bundestrainer muss vor dem am Mittwoch beginnenden Turnier in Frankreich noch zwei Spieler streichen. Zum 18er-Kader zählt auch der aus Teningen stammende Jens Schöngarth, der für Göppingen in der Bundesliga spielt.

"Das Spiel passt sehr gut von der Zeit her", sagte Sigurdsson vor dem letzten Stresstest seiner Mannschaft an diesem Montag (19 Uhr/Sky Sport News HD) in Kassel. Österreich sei ein "sehr starker Gegner. Handballerisch haben die was drauf, das zeigen sie in der Bundesliga jede Woche." Stärke des Gegners hin oder her – die Vorgabe für die Partie vier Tage vor dem deutschen WM-Auftakt gegen Ungarn ist klar. "Wir wollen das Spiel gewinnen und Selbstbewusstsein aufbauen für das Turnier", sagte Kreisläufer Patrick Wiencek.

Sigurdsson und sein Team stehen vor einem Spagat. Zum einen geht es in Kassel darum, sich so kurz vor dem Saisonhöhepunkt nicht mehr zu verletzen. Zum anderen gilt es für viele Spieler, letzte Argumente in eigener Sache zu sammeln. Denn Härtefälle sind programmiert, wenn Sigurdsson spätestens am Abend vor dem ersten WM-Spiel der Deutschen am Freitag gegen Ungarn seinen endgültigen Kader benennt. "Ich habe so meine Gedanken im Kopf, aber ich weiß noch nicht, um welche Spieler ich reduzieren werde", sagte Sigurdsson. Zu den Wackelkandidaten zählen die Rückraumspieler Philipp Weber (Wetzlar) und Niclas Pieczkowski (Leipzig), aber auch die Europameister Rune Dahmke (Linksaußen/Kiel), Erik Schmidt (Kreis/Hannover-Burgdorf), Jannik Kohlbacher (Kreis/Wetzlar) und Simon Ernst (Rückraum/Gummersbach).