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19. August 2017

Hockey

Tobias Hauke ist nicht nur Hockeyspieler, sondern auch Teammanager beim HSV

Erfolgreich in Sport und Beruf: Am Sonntag greift der zweimalige Olympiasieger Tobias Hauke bei der EM in Amsterdam zum Schläger. Sein Geld verdient der 29-Jährige als Teammanager des HSV.

  1. Tobias Hauke Foto: dpa

Schon einen Tag vor Beginn der Hockey-EM wird der Puls von Tobias Hauke hochschnellen. Während sich der zweimalige Olympiasieger mit seinen Teamkollegen noch auf den ersten Auftritt in Amsterdam vorbereitet, steht für seinen Arbeitgeber schon viel auf dem Spiel. Hauke ist Teammanager des Hamburger SV, der an diesem Samstag einen Sieg zum Auftakt der Fußball-Bundesliga gegen den FC Augsburg einfahren will. Als Teammanager hat Hauke viel zu organisieren: zum Beispiel Reisen buchen und mit dem Gegner absprechen, welches Team in welchen Trikots spielt.

Für die Medaillenjagd mit der so erfolgreichen Hockey-Nationalmannschaft wurde Hauke vom HSV freigestellt. "Ich bin dem HSV und meinen Kollegen sehr dankbar, dass sie mir die Chance ermöglichen und mir den Rücken für diesen Zeitraum freihalten", sagte der 29-Jährige vor dem Auftakt des Rekord-Europameisters gegen Irland am Sonntag (15.30 Uhr/Sport 1.de): "Ich weiß das sehr zu schätzen und freue mich auf die Aufgabe mit der Hockey-Nationalmannschaft." Im vergangenen November holte HSV-Trainer Markus Gisdol Hauke nah ran an sein Team und lobte die Siegermentalität, die der einstige Welthockeyspieler mitbringt. Diese will Tobias Hauke in den kommenden acht Tagen wieder im Kreise der Bronzemedaillengewinner von Rio vorleben. "Es ist ein guter Zeitpunkt bei der Europameisterschaft, die eigenen Krallen mal wieder auszufahren und ganz oben anzugreifen", sagte Hauke, der sich nach Rio eine Auszeit in der Nationalmannschaft nahm.

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Nun brennt der Führungsspieler des stark verjüngten Teams von Bundestrainer Stefan Kermas wieder auf sein erstes wichtiges Spiel und lässt keine Zweifel daran, wo er am Finaltag der EM stehen will. Auf dem Kunstrasen des frisch modernisierten Wagener-Stadions, im Wohnzimmer des Erzrivalen Niederlande. "Wenn wir gegen die Niederlande spielen, herrscht bestimmt eine gute Stimmung. Aber ich nehme auch jeden anderen Gegner", sagte Hauke.

Doch zuvor gelte es, auch die weiteren Gruppenduelle mit England und Polen am Montag und Mittwoch höchst seriös anzugehen – auch Kermas betonte, dass die Abstände im europäischen Hockey kleiner geworden sind. "Vor zehn Jahren war klar: Das machen Deutschland und die Niederlande, ganz vielleicht noch die Spanier, unter sich aus", sagte der Bundestrainer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vor Beginn des Turniers: "Jetzt sind es noch mit England, Belgien und Irland sechs Nationen, die halbfinaltauglich sind und um die Medaillen kämpfen."

Gleiches gilt für die Frauen-Konkurrenz, in der das Team von Trainer Jamilon Mülders ein gewichtiges Wort mitreden möchte. Dabei sind Kapitänin Janne Müller-Wieland und ihr Team am ersten Wettkampfwochenende mit Partien gegen Schottland am Samstag (10.15 Uhr) und gegen die Olympiasiegerinnen und Titelverteidigerinnen aus England am Sonntag (17.45 Uhr/beide Spiele bei Sport 1) gleich zweimal gefordert. "Unsere Ziele sind, hier ein bockstarkes Turnier zu spielen, aggressives, offensives Hockey zu präsentieren", sagte Mülders.

Autor: sid