Ringen

Adelhauser Beschwerde abgewiesen – "müssen uns nun beraten"

Uwe Rogowski

Von Uwe Rogowski

So, 13. Januar 2019 um 13:45 Uhr

Ringen

Gibt sich der TuS Adelhausen damit zufrieden? Die Beschwerde des Ringer-Bundes ligisten gegen die Wertung des ersten Halbfinals gegen Burghausen (13:13) wurde am Sonntag abgewiesen.

Am gestrigen Samstagabend hatten die Adelhauser den Rückkampf beim Titelverteidiger SV Wacker Burghausen verloren (11:17), bis dahin war offen, ob ihrem Einspruch stattgegeben würde. Am heutigen Sonntag um 12.42 Uhr wurde dem Verein nun per email die 26-seitige Entscheidung zugestellt.

"Die Beschwerde des TuS Adelhausen gegen den Verwaltungsentscheid des DRB Vizepräsidenten Bundesliga vom 06.01.2019 mit dem Aktenzeichen VE 2018-237 wird abgewiesen", schreibt der Deutsche Ringer-Bund auf seiner Internetseite. Interessant dabei: Einleitend steht zu lesen: "In der Sportrechtssache 001-2019RA I DRB DC ergeht am 11.01.2019 durch den Gesamten Bundesrechtsausschuss I in der Besetzung der Vorsitzenden des Bundesrechtsausschuss I und zwei Schöffen im schriftlichen Verfahren folgender Beschluss". Also bereits am Freitag.

Zur Erinnerung: Die Burghauser waren zum Hinkampf am 5. Januar nach eigenen Angaben aufgrund der Schneelage inklusive üppiger Staus verspätet erschienen, die Adelhauser plädierten daraufhin, nachdem der Kampf gewertet worden war, für eine Entscheidung zu ihren Gunsten, das wäre dann ein 40:0 gewesen. Bei einem Zuspätkommen seien die Regelwerke eindeutig. Unter anderem begründete der TuS auch, dass der Titelverteidiger Wacker nicht wie in den Statuten vorgeschrieben, 30 Minuten nach Eintreffen an der Waage erschienen sei. Der DRB wies die Beschwerde, die der TuS an Derya Cilingir (Appenweier) vom Rechtsausschuss I gesandt hatte, nun aber ab und begründet dies unter anderem so: "Eine Verspätung durch den SV Wacker Burghausen war nicht gegeben, da der Mannschaftskampf nach mündlichem Verwaltungsentscheid des VP Bundesliga Ralf Diener vom 05.01.2019 auf 20.30 Uhr, und die offizielle Waage auf 19.45 Uhr verlegt worden sind."

Trainer Florian Philipp hatte bereits am Samstagabend angedeutet, dass der TuS alle Rechtsmittel ausschöpfen wolle. Legen die Adelhauser, die Stand jetzt aus dem Rennen um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft ausgeschieden sind, tatsächlich weitere Rechtsmittel ein? "Ich gehe davon aus", sagte TuS-Abteilungsleiter Maik Kohler am Sonntag. "Doch wir haben die Ablehnung erst soeben zugestellt bekommen, wir müssen uns erst beraten." Die ablehnende Begründung, so Hohler, sei zumindest in Teilen "ein Unding". Der DRB verstoße "gegen seine eigenen Richtlinien". Auch habe TuS-Vorstand Timo Zimmermann, entgegen der Darstellungen, einer Verlegung des Wiege- und Kampfbeginns "nicht zugestimmt".