Ringen

Adelhauser Siegesserie reißt in Ispringen

Matthias Kaufhold

Von Matthias Kaufhold

Sa, 12. November 2016 um 23:24 Uhr

Ringen

Nach drei Erfolgen in Serie mussten die Ringer des TuS Adelhausen in der ersten Bundesliga mal wieder eine Niederlage hinnehmen: Beim KSV Ispringen verlor die Dinkelberg-Staffel mit 9:14, hielt aber bis zum letzten Duell alles offen.

Den ersten Dämpfer mussten die Adelhauser bereits vor dem Wettkampf verkraften: Der Türke Sezer Akgül handelte sich im Abschlusstraining am Freitag eine Fußverletzung ein und fällt auf unbestimmte Zeit aus. Jugendringer Mirco Kuder stellte sich in den Dienst der Mannschaft, kassierte in der Freistil-Klasse bis 61 Kilogramm aber eine Schulterniederlage. "Gegen eine top besetzte Ispringer Staffel war damit klar, dass es sehr, sehr schwer werden wird", sagte TuS-Trainer Florian Philipp.

Weil Stefan Kehrer im Schwergewicht gegen den KSV-Protz Nick Matuhin nach technischer Unterlegenheit ebenfalls eine Vierer-Wertung kassierte, verschlechterten sich die Aussichten im Verlauf des Wettkampfs. Adelhausen geriet nach sechs Kämpfen mit 3:12-Punkten in Rückstand.

Adelhausen verkauft sich bravourös

Dennoch gaben die Gäste nicht auf, robbten sich bis auf 9:12-Punkte nach dem neunten von zehn Duellen an den großen Favoriten heran. "Es stimmt einfach intern, die Mannschaft hat alles gegeben", begründete Philipp den Kampfgeist seiner Schützlinge. Unter anderem gewannen Alexander Semisorow (2:0 gegen Kevin Henkel) und Tamas Lörincz (3:0 gegen Igor Besleaga). Lörincz ist damit im TuS-Trikot weiterhin ungeschlagen.

Im finalen Duell musste Osman-Kubilay Cakici also ein Vierer gelingen, um nach dem Auswärtssieg in Aalen die nächste faustdicke Überraschung für die Dinkelberg-Staffel einzufahren. Doch auf der anderen Seite stand kein Geringerer als Weltklasse-Mann Kakhaber Khubezthy, "eine Koryphäe der ersten Liga", so Philipp. Cakici hielt sich wacker, gab nicht wie im Hinrundenkampf eine Vierer-Wertung ab, konnte aber den Punktsieg für den Ispringer nicht verhindern. 2:0 für die Nordbadener, die damit den 14:9-Gesamtsieg eintüteten und auf Tabellenplatz zwei klettern.

Das Fazit von Florian Philipp fiel positiv aus: "Es war eine Top-Leistung von uns, aber für eine Überraschung hat einfach ein Tick gefehlt." Mit neun ligatauglichen Kräften sei einfach nicht mehr drin gewesen.

Im kommenden Heimkampf am Samstag, 19. November, will der Tabellenfünfte gegen den KSV Köllerbach "wieder voll stellen", wie sich Philipp ausdrückte. Vielleicht ist dann auch Olympiasieger Davor Stefanek wieder dabei. Er ist aufgrund vieler Verpflichtungen nicht durchgehend für den TuS einsetzbar. "Wir werden ihn in diesem Jahr aber noch mal sehen", versprach Philipp.