Ärztin berichtet von Staatsdoping

sid

Von sid

Mo, 23. Oktober 2017

Sportpolitik

KÖLN (sid). Eine ehemalige chinesische Sportmedizinerin hat erneut schwere Doping-Vorwürfe gegen China erhoben. Dies berichten ARD und Süddeutsche Zeitung. Xue Yinxian, die als Ärztin diverse Nationalmannschaften betreute, berichtete von einem systematischen, staatlich unterstützten Dopingprogramm in den 1980er- und 1990er-Jahren. Betroffen seien mehr als 10 000 Sportler. "In den 80er- und 90er-Jahren haben die chinesischen Sportler in den Nationalmannschaften großflächig Dopingmittel genommen. Die Medaillen wurden mit Dopingmitteln begossen", sagte die 79-Jährige, die aus Angst vor Repressalien inzwischen nach Deutschland geflüchtet ist und Asyl beantragt hat, der ARD. Bereits vor einigen Jahren hatte Xue in englischen Medien von Dopingpraktiken berichtet. Die chinesische Regierung und Chinas Olympia-Komitee äußerten sich auf Anfrage der Medien nicht.