BZ-Interview

Antonio Huber, Turner des TV Herbolzheim, zieht positives Fazit

lima

Von lima

Mi, 23. November 2016

Turnen

BZ-INTERVIEWmit Antonio Huber, Turner des TV Herbolzheim.

TURNEN. Mit einer 18:45-Niederlage bei Exquisa Oberbayern beendeten die Turner des TV Herbolzheim die Saison in der zweiten Bundesliga Süd. Ohne ihre Spitzenkraft Fabio Barzasi gab es für die Breisgauer in Unterhaching nichts zu holen. Dennoch lobt Betreuer Ralf Mesel nach Rang drei im Endklassement das Team: "Der Zusammenhalt der Mannschaft war noch nie besser." Auch Leistungsträger Antonio Huber zieht im Gespräch mit Lisa Maria Höhen ein positives Saisonfazit – und stellt klar, dass es weitergeht beim TVH.

BZ: Woran hat es gelegen, dass der letzte Saisonwettkampf verloren ging?

Huber: Ich denke mal, ein Grund war, dass die Luft einfach draußen war. Es gab nichts mehr zu gewinnen oder zu verlieren. Dazu kommt noch die lange Anreise von viereinhalb Stunden, die macht sich auch immer negativ bemerkbar.

BZ: Inwiefern hat das Fehlen des Franzosen Fabio Barzasi eine Rolle gespielt?

Huber: Auch mit Fabio hätten wir wahrscheinlich verloren, aber natürlich ist er ein Mega-Leistungsträger.

BZ: Wie hat sich sein Vertreter Nicolas Eby geschlagen?

Huber: Leider hat sich Nicolas beim Einturnen verletzt und konnte den Wettkampf gar nicht antreten. Dadurch musste dann Yannick Stolz am Barren und Lars Herbstritt am Reck einspringen. Das war sicher auch noch ein Grund für die Niederlage. Es ist eigentlich alles schief gelaufen, was so schief laufen kann.

BZ: Wie fällt Ihr Fazit dieser Saison aus?

Huber: Mit der Saison bin ich eigentlich sehr zufrieden. Anfangs wussten wir ja nicht einmal, ob wir überhaupt starten können aufgrund der viele Verletzungen. Und jetzt sind wir doch noch Dritter geworden. Von daher sind wir alle sehr zufrieden.

BZ: Was war Ihr persönliches Ziel dieser Saison, der elften in Folge für den TV Herbolzheim in der zweiten Bundesliga?

Huber: Mein persönliches Ziel ist eigentlich immer, eine gute Leistung über die Saison zu bringen, und natürlich auch der Klassenerhalt in der zweiten Liga. Das haben wir wieder geschafft.

BZ: Wie geht es für die Mannschaft weiter? Wird sie im kommenden Jahr wieder antreten?

Huber: Ja, wir haben beim letzten Heimwettkampf beschlossen, dass wir auf jeden Fall nächste Saison wieder antreten werden.

BZ: Werden wieder alle Turner dabei sein?

Huber: Ich gehe davon aus, dass wieder alle dabei sind, sonst könnten wir auch nicht starten, da wir ja eh nicht so viele sind. David Speck wird jetzt in zwei Wochen noch einmal am Knie operiert. Bei ihm weiß man deshalb nicht hundertprozentig, ob er es wieder rechtzeitig schafft.

BZ: Werfen wir einen Blick auf den Nachwuchsbereich. Wird die Mannschaft nächstes Jahr aufgestockt?

Huber: Vom Verein her haben wir gar keine Möglichkeiten aufzustocken, und es werden wahrscheinlich auch keine neuen Gastturner dazu kommen, denn wir sind mit Fabio Barzasi und Romain Gafanesch sehr gut bedient.

BZ: Was sind sportlich Ihre persönlichen Pläne für die nächsten Jahre?

Huber: Es gibt eigentlich groß keine Pläne mehr für mich, ich konzentrier mich da nur noch auf die Liga. Ich mache auch unter dem Jahr nicht mehr wirklich bei Wettkämpfen mit. Ich bin froh, wenn ich bei den Wettkämpfen mit dem TVH immer fit bin und meine Leistung abrufen kann, das ist eigentlich mein wichtigstes Ziel.

Zur Person: Der 28-jährige Antonio Huber geht an mindestens fünf von sechs Geräten für die Herbolzheimer an den Start. Nur am Seitpferd turnt er zumeist nicht. Seit mittlerweile 13 Jahren gehört der Großhandelskaufmann zum Kader des TVH. In dieser Saison hat er es mit 64 Scorepunkten auf den vierten Platz in der Einzelwertung der zweiten Bundesliga Süd geschafft.