Bei Clavel stimmt die Form

bz, mat

Von BZ-Redaktion & Matthias Kaufhold

Do, 30. August 2018

Triathlon

Freiburger Triathlet gewinnt Ironman 70.3 in Vichy / Arbeit an Feinheiten vor Premiere auf Hawaii.

TRIATHLON (BZ/mat). Die Weltmeisterschaft kann kommen. Dieses Fazit darf der Freiburger Triathlet Maurice Clavel nach seinem Sieg bein Ironman 70.3 in Vichy ziehen. Mit der Gesamtzeit von 3:46:17 Stunden siegte der 30-jährige Profi am Samstag souverän im mittelfranzösischen Kurort über die halben Distanzen des Ironman (1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen). Seinem ersten Start beim legendären Ironman auf Hawaii am 13. Oktober blickt Clavel deshalb optimistisch entgegen.

Den Wettbewerb in Vichy sahen neben Clavel auch andere Profis als Testlauf und Wegweiser für die unmittelbare Wettkampfvorbereitung der Ironman-WM an. Neben dem besten Franzosen auf der Lang- und Mittelstrecke, Antony Costes, war auch der Vorjahresdritte von Hawaii, David McNamee aus Großbritannien, am Start.

Das Profil der Radstrecke ähnelt stark dem Kurs auf Hawaii. "Man darf auf dieser welligen Radstrecke keinen Pedaltritt auslassen, weil man sonst sofort an Geschwindigkeit verliert", erklärt Clavel. Der abschließende Halbmarathon wurde auf einer verwinkelten Strecke rund um das Stadtzentrum von Vichy ausgetragen.

Nach dem Start um 6.50 Uhr setzte sich der Breisgauer beim Schwimmen zunächst an Position zwei, kam dann aber als Dritter aus dem Wasser, 20 Sekunden hinter der Spitze. "Damit war ich nicht ganz zufrieden", so Clavel.

Auf dem Rad zündete der Vize-Europameister über die Mitteldistanz von 2014 dann aber den Turbo. Nach fünf Kilometern setzte sich Clavel an die Spitze und baute mit einer weiteren Tempoverschärfung nach 50 Kilometern seinen Vorsprung aus. "Ich fühlte mich an diesem Tag sehr stark auf dem Rad und wollte mir dadurch ein Zeitpolster für den Halbmarathon schaffen", erklärte der spätere Sieger.

Tatsächlich konnte Clavel seinen Vorsprung beim Wechsel zum Laufen auf 4:30 Minuten ausbauen. Nach weiteren zehn Kilometern lag er acht Minuten vor den unmittelbaren Verfolgern. Nun nahm Clavel etwas Tempo raus, kontrollierte aber weiter das Feld und siegte nach einer Halbmarathon-Zeit von 1:13 Stunden mit sieben Minuten Vorsprung vor dem Briten Colin Norris (3:53:54) und dem Italiener Mattia Ceccarelli (3:58:42) – der zweite Erfolg innerhalb von acht Tagen nach dem Sieg beim Allgäu-Marathon.

Clavels Fazit im Hinblick auf Hawaii: "Ich weiß nun, dass die Form grundsätzlich sehr gut ist und ich jetzt noch an Feinheiten arbeiten kann." Bereits am 20. September geht’s für ihn nach Hawaii.