Beste Deutsche bei der WM

Winfried Stinn

Von Winfried Stinn

Di, 18. September 2018

Leichtathletik (regional)

Bergläuferin Stefanie Doll in Andorra auf Platz 14.

LEICHTATHLETIK (stn). Bei der 34. Berglauf-Weltmeisterschaft in Canillo (Andorra) belegte Stefanie Doll vom SV Kirchzarten als beste Deutsche und neuntbeste Europäerin einen starken 14. Platz. Damit legte die 30-jährige Hochschwarzwälderin die Grundlage für den sechsten Platz der deutschen Nationalmannschaft.

Stefanie Doll war nach ihrem vierten Platz beim Weltmeisterschafts-Qualifikationslauf in Telfes (Tirol) für die Weltmeisterschaft nominiert worden. Mit ihrem zweiten Platz bei der deutschen Berglaufmeisterschaft rechtfertigte die aus Breitnau stammende Ausdauersportlerin ihre Nominierung. Doll benötigte für die 11,933 Kilometer lange Strecke, bei der 1110 Meter bergauf und 200 Meter bergab durch die Pyrenäen bewältigt werden mussten, 1:11:26 Stunden.

"Ich bin super glücklich mit dem 14. Platz – und das als beste deutsche Läuferin. Das ist sensationell", sagte Stefanie Doll nach ihrem Erfolg in einem stark besetzten Feld. "Das Rennen war brutal anstrengend. Die Höhe machte mir am Vortag etwas Probleme, daher hatte ich etwas Angst." Canillo liegt im Norden des Kleinstaates Andorra auf über 1500 Metern.

"Es ging auf dem ersten Kilometer sofort recht steil hoch, auch technisch war die Strecke sehr anspruchsvoll", beschreibt Doll das WM-Profil. "Man musste permanent konzentriert laufen." Besonders hart erlebte die Nationalmannschaftsläuferin die letzten drei Kilometer auf der Skipiste bis auf eine Höhe von 2430 Metern. "Die gingen fast senkrecht hoch! Das war so zermürbend, da die Höhe jetzt auch spürbar war." Für Doll war es erst der vierte Berglauf-Wettkampf ihrer Karriere. Der Ex-Freiburger Benedikt Hoffmann war bei den Männern auf Platz 22 ebenfalls bester deutscher Starter.