Volleyball

Damen von Printus Offenburg starten mit Test in Saison

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 15. September 2017

Volleyball

Der VC Printus Offenburg eröffnet am Freitag die Saison.

VOLLEYBALL 2. Bundesliga Frauen. Zehn Teams nehmen das Titelrennen auf. Bei der Frage nach Ligafavoriten wird von den Fachleuten ein Duo ausgemacht, wie Daniel Sattler von der VBL erfuhr: NawaRo Straubing und der VC Printus Offenburg. Was macht die beiden Teams so stark? Einen ersten Einblick können sich die Offenburger Fans am Freitag verschaffen. Der VCO stellt sich ab 19 Uhr den Fans in der Nordwesthalle vor und testet gegen das Tirol Volleyballteam Innsbruck aus der Ersten Liga Österreichs (19.30 Uhr).

Beim Titelverteidiger AllgäuStrom Volleys Sonthofen stapelt man lieber erst einmal tief. "Sicherlich werden Offenburg und Straubing um die Meisterschaft kämpfen. Aber es gibt vielleicht auch die eine oder andere Überraschung, denn viele Teams haben sich gut verstärkt", sagt Trainer Andreas Wilhelm. Dabei stand sein Team in der Vorsaison wortwörtlich unter Strom: Den Titel mit 17 Siegen aus 20 Spielen geholt, mit 1.280 Zuschauern Saisonrekord aufgestellt und mit Loraine Neumann auch noch die wertvollste Spielerin der Liga in den eigenen Reihen.

Mittelfristig wollen die Volleyballerinnen von NawaRo Straubing wieder in die 1. Bundesliga aufsteigen. Dafür haben die Niederbayern ein Team mit Spielerinnen zusammengestellt, die das Potential haben, in ein paar Jahren auch eine gute Rolle eine Liga höher zu spielen. Toptransfer des Teams ist Celine Stöhr, die aus der Ersten Bundesliga kommt und 2014 mit Vilsbiburg Pokalsiegerin wurde. Und es wurde in Benedikt Frank ein Trainer geholt, der als Förderer von jungen Talenten gilt. Der will in der kommenden Saison "schnellen, begeisternden und emotionalen Volleyball" spielen lassen und rechnet mit einer Platzierung in den Top-3.

2016 waren sie Mädels des VC Printus Offenburg Meister, in der Vorsaison ging der Titel nach einer umkämpften Entscheidung an Sonthofen. Nach Platz zwei im Vorjahr und sieben erfolgreichen Jahren mit Tanja Scheuer an der Seitenlinie übernahm Florian Völker das sportliche Zepter am Feldrand. Sein neuer Verein geht ambitioniert in die neue Spielzeit und will nach eigener Aussage um den Titel mitspielen.

Viele neue Gesichter in der Ortenau

Dafür holten die Ortenauer die Mittelblockerin Tylor Brisebois. Die Kanadierin wechselte als dänische Meisterin nach Offenburg. Nele Iwohn kam vom Erstligisten Köpenicker SC, Alexandra Bura vom Liga-Konkurrenten Allianz MTV Stuttgart II und mit Chanelle Gardner angelte man sich eine athletische Mittelblockerin aus dem US-Bundesstaat Louisiana. Sie werden sich am Freitag erstmals dem Offenburger Publikum vorstellen.

Mit zwei Stuttgarter Eigengewächsen startet der MTV Stuttgart II. Lena Große Scharmann sammelte beim VCO Berlin ein Jahr Erstligaerfahrung und kann "direkt die Rolle einer Leistungsträgerin einnehmen", hofft Trainer Johannes Koch. Außerdem integrieren die Stuttgarterinnen mit der 17 Jahre alten Sara Marjanovic eine aktuelle Jugendnationalspielerin in den Kader. Einen klaren Ligafavoriten macht Koch aus: "Straubing ist mit dem Kader und dem neuen Trainer für mich Favorit."

Mit Teamspirit und Kampfgeist peilt der SV Lohof einen Platz in der oberen Tabellenhälfte an. Für Trainer Jürgen Pfletschinger "ist Offenburg Topfavorit auf die Meisterschaft. Sie haben viele spektakuläre Neuzugänge und werden durch den Wechsel auf der Trainerposition sicherlich noch gepusht." In Carina Malescha steht Pfletschinger für sein eigenes Team eine aktuelle U18-Deutsche Meisterin neu im Team zur Verfügung, die Außenangreiferin ist eines der großen Nachwuchstalente des Klubs.

Chefcoach Ronny Johansson (Rote Raben Vilsbiburg II) ging nach vier Spielzeiten wieder zurück nach Schweden, seine Arbeit wird mit Luca Tarantini fortführen. Tarantini hat klare Vorstellungen: "Entscheidend wird es sein, aus der Mischung von jungen, motivierten Talenten einerseits und erfahrenen Spielerinnen andererseits eine Einheit zu formen." Vor allem die Talente Corina Glaab, Paula Hötschl und Naomi Janetzke sollen perspektivisch für das Erstligateam aufgebaut werden.

Stefan Bräuer steht vor der schwierigen Aufgabe, sein runderneuertes Team der TG Bad Soden zu formen. "Wir wollen vor allem über den Kampf um jeden Ball zu einem schnellen, dynamischen Spiel finden", sagt Bräuer. Mit Sophia Beutel, Merle Bouwer, Fiona Dittmann, Hannah Hattemer und Elena Jass gibt es gleich fünf talentierte Neuzugänge. Erfahrene Kräfte sind Pamela Blazek im Mittelblock, Eva Hoffmann und Angelina Schatz als Außenangreiferinnen.

Auch der VC Neuwied 77 hat in der Sommerpause einen Umbruch hinter sich – nur fünf der dreizehn Spielerinnen blieben. Jede neue Spielerin wurde auf Wunsch des Trainers Bernd Werscheck von Sportdirektor Rolf Müller und VC-Geschäftsführer danach ausgesucht, ob sie menschlich und sportlich zum Team passt. "Die Schwerpunktaufgabe wird sein, diese Talente schnell an das Leistungsniveau der 2. Bundesliga heranzuführen", sagt Werscheck.

Die Talente der Bundesligamannschaft des VCO Dresden gehen auch in der Saison 2017/18 in der 2. Bundesliga an den Start und wollen dort traditionell "jung, wild und dynamisch" auftreten, wie Bundesstützpunk-Trainer Jens Neudeck sagt. In Elisabeth Kettenbach wechselte eine Junioren-Nationalkader-Spielerin nach Dresden. Trainer Neudeck rechnet im Titelrennen mit "Offenburg und Sonthofen. Sie haben beide eine gute Qualität im Kader und sind dazu sehr breit aufgestellt".

Der VV Grimma startet nahezu unverändert. Zwei "alte" neue Gesichter mit Kristin Stöckmann und Diana Ceschia kompensieren die Abgänge von Nora Ebert und Steffi Kuhn. Teammanager Frank Geißler: "Ziel ist, nicht unter Druck zu geraten."