"Den Anschluss noch nicht verloren"

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 17. November 2017

Tischtennis

BZ-INTERVIEW mit Petra Heuberger, der Mannschaftsführerin des Tischtennis-Frauen-Zweitligisten DJK Offenburg.

TISCHTENNIS 2. Bundesliga Frauen: DJK Offenburg – ESV Weil, Sonntag, 14.30 Uhr, Sporthalle am Sägeteich. Der Klassenerhalt ist das Ziel der DJK Offenburg. Formuliert wurde es vor der Saison. Derzeit stehen die Offenburgerinnen aber mit 2:10 Zählern auf dem letzten Tabellenrang in der Zehner-Liga. Über die sportliche Zwischenbilanz und die Perspektiven des Teams hat sich Uwe Schwerer vor dem südbadischen Derby mit der Mannschaftsführerin Petra Heuberger aus Seelbach unterhalten.

BZ: Wie bewerten Sie die sportliche Lage?

Heuberger: Die ist recht bescheiden. Nicht nur wegen der Tabelle, sondern auch, weil sich unsere Nummer zwei, Lena Krapf, an der Schulter verletzt hat und bis auf weiteres ausfällt.

BZ: Was bedeutet das für das Team?

Heuberger: Das ist auf jeden Fall eine deutliche Schwächung. Jetzt müssen wir mit Ersatz antreten.

BZ: Wie beurteilen Sie angesichts dessen die Chancen für die DJK, sich in der Liga zu halten?

Heuberger: Man muss schauen, wie die Vorrunde jetzt noch verläuft, vor allem im Hinblick auf die zwei Spiele im Dezember, und inwieweit in der Rückrunde unsere Nummer eins Kristina Kazantseva zur Verfügung steht. Sie bestreitet immer wieder internationalen Einsätze. Bei einer deutschen Spielerin wäre das ein Verlegungsgrund, bei einer Ausländerin ist das nicht so. Klar ist, die personelle Lage senkt unsere Chancen. Gegen Weil ist sie auch nicht dabei. Da macht sie einen Nationalmannschaftslehrgang als Vorbereitung für die Jugend-WM. Dann wird sie nicht freigestellt.

BZ: Was heißt das für die Partie gegen Weil?

Heuberger: Wir waren vorher schon krasser Außenseiter, jetzt sind wir es noch mehr. Wir werden eben mit vier regionalen Spielerinnen gegen eine internationale Auswahl antreten.

BZ: Die Teamleiterin muss also der Tatsache ins Auge sehen, dass der Klassenerhalt nur schwer zu erreichen ist.

Heuberger: So ist es. Es war vorher schon klar, dass es ein Kampf wird. Wir haben den Anschluss aber noch nicht verloren.Vieles hängt auch davon ab, wie viele Absteiger es gibt. Eigentlich geht man von zwei Absteigern aus, aber es kann durchaus sein, dass von oben niemand runterkommt. Dann gibt es nur einer Absteiger bei uns.

BZ: Bei allem Respekt: Sie sind 37 Jahre alt. Wie lange wollen Sie noch auf diesem Niveau spielen?

Heuberger: Ich habe noch viel Spaß am Spielen. Aber wenn sich junge Spielerinnen aufdrängen, mache ich gerne Platz. Aber im Moment bin ich bei unserer schwierigen personellen Situation eben noch gefordert.

Petra Heuberger spielt bei der DJK Offenburg an Position vier, nimmt aber als Mannschaftsführerin und mit der Erfahrung aus vielen Jahren in der 1. und der 2. Bundesliga dort eine sehr wichtige Rolle ein. Die 37-jährige zweifache Mutter, die in Seelbach wohnt, managt nicht nur die Belange des Zweitligateams, sondern auch der Tischtennis-Abteilung der DJK.