Den eigenen Beitrag leisten

Uwe Schwerer

Von Uwe Schwerer

Fr, 04. Januar 2019

Volleyball

Offenburger Volleyballerinnen haben das Ziel, sich auf die sportlichen Aufgaben konzentrieren.

VOLLEYBALL 2. Bundesliga Frauen: VC Printus Offenburg – TSV Ansbach, Samstag, 19.30 Uhr, Sporthalle Nordwest Offenburg (uws). In sportlicher Hinsicht bleiben vor dem Besuch des Tabellenvorletzten keine Fragen offen. Wer angesichts dessen auf den nächsten Sieg der Offenburger Volleyballerinnen tippt, geht wohl kein allzu großes Risiko ein. Welche Rolle die langfristige Perspektive des Teams spielt, ist eine ganz andere Frage.

Die Dominanz der VCO ist beeindruckend, für die Konkurrenz zuweilen bedrückend: Souveräner Tabellenführer mit elf Siegen aus elf Spielen. Dabei nur fünf Satzverluste. Nun kommt mit dem Aufsteiger TSV Ansbach ein Gegner in die Festung Nordwesthalle, der unter normalen Umständen nicht für Verlegenheit beim Heimteam sorgen sollte. Die Fränkinnen, die sich auf dem 12. Tabellenrang befinden und sich gegen den direkten Wieder-Abstieg stemmen, werden ihre Punkte wohl anderswo holen müssen als ausgerechnet beim Ligaprimus.

Trainer Florian Völker aber kann der Partie einen gewissen Reiz abgewinnen: "Dieser Gegner gibt uns besondere Aufgaben. Die Tabellenlage interessiert mich nicht, sondern die Spielanlage, die eigentlich untypisch für die heutige Zeit ist. Die Ansbacherinnen sind relativ klein gewachsen und spielen relativ viele Kombinationen. Trotzdem sind wir natürlich favorisiert."

Viele Spielerinnen haben die Spielpause im Ligabetrieb zwischen den Jahren zu Heimatbesuchen genutzt: Reisen in die USA, nach Münster, Berlin und anderswo standen an. Auch wenn sich das Team in ausgezeichnete Verfassung befand, begrüßten Völker und das Team die Erholung, denn "die Rückrunde wird noch lange."

Im Hintergrund wird indessen um die Zukunft des hochklassiges Frauen-Volleyballs in Offenburg gerungen. Dies spielt in den Köpfen des Trainers und der Spielerinnen durchaus eine Rolle, wie Völker einräumt. Zumal konkrete eigene Pläne – in Studium und Beruf – davon abhängen. Der Trainer sagt: "Natürlich denken die Spielerinnen auch über ihre Zukunft nach. Aber im Training und im Spiel habe ich das Gefühl, dass wir es schaffen, uns auf unsere Aufgabe zu konzentrieren. Die andere Frage können wir nicht beeinflussen. Wir haben unsere sportlichen Ziele. Wir wollen Meister werden und wollen aufsteigen. Das ist unser Beitrag, den wir leisten können."