Den Nürnberger Grizzlys den Zahn ziehen

tfe

Von tfe

Fr, 11. November 2016

Ringen

Ringer des SV Eschbach 1967 erwarten die Franken / RKG Freiburg zum Derby nach Urloffen.

RINGEN (tfe). Auch Niederlagen können Positives bewirken. So bei den Zweitliga-Ringern des SV Eschbach 1967, die am vergangenen Kampftag beim zu Hause ungeschlagenen Rangzweiten SV Hallbergmoos lediglich mit 14:16 verloren und dicht vor einer Überraschung standen. "Wir wollen den Schwung aus Hallbergmoos mitnehmen und die schwache Heimvorstellung gegen Westendorf wettmachen", kündigte SVE-Teammanager Andreas Benitz für den Heimkampf am Samstag, 19.30 Uhr, gegen den SV Johannis Nürnberg an.

Auch in Sachen Personal kündigt sich Entspannung im Eschbacher Kader an. Freistil-Mittelgewichtler Manuel Läufer hat die Folgen einer Gürtelrose nach mehrwöchiger Zwangspause überwunden. Er rückt für seinen Vertreter aus der zweiten Mannschaft, Manuel Rombach, wieder ins Teams. Und Schwergewichtler Aylin Kudret, den eine hartnäckige Knieverletzung behinderte, hat in dieser Woche schon wieder mit leichtem Lauftraining begonnen. Der Bulgare wird nach Aussage von Benitz gegen die selbsternannten Grizzlys aus Franken wieder das Eschbacher Trikot überstreifen können. So kann SVE-Coach Wolfgang Radmacher mit Ausnahme von Andreas Benitz (Rippenbruch) seine Wunschformation ins Rennen schicken, die versuchen soll, die 11:16-Niederlage aus dem Hinkampf wettzumachen. Doch nicht so einfach wollen sich die Grizzlys aus Bayern nicht von den Dreisamtälern den Zahn ziehen lassen. Der Tabellenachte hat nach dem mühsamen 14:12-Heimsieg gegen das punktlose Schlusslicht SV Untergriesbach seine Ziele nach oben geschraubt. Für Johannis-Coach Christoph Pscherer war das nur der erste Schritt raus aus dem Tabellenkeller, wie auf der Vereins-Homepage zu lesen war. Mit Siegen in Eschbach und gegen Anger soll der Sprung ins Mittelfeld der Tabelle geschafft werden, das hat der Nürnberger Übungsleiter seinen Sportler nochmals eingeimpft. Dafür wurde der ausgemusterte bulgarische Meister von 2013, Milan Blagoev, für die 86 Kilogramm-Freistilklasse wieder reaktiviert.

"Immer wieder sonntags kommt die Erinnerung", sang einst in den 70ern das Schlagerpaar Cindy & Bert. Gern erinnert sich auch Luigi Tascillo, Coach des Zweitligisten RKG Freiburg an diese Zeile des deutschen Liedguts, denn am Sonntag, den 18. September, hatten seine Ringer im Derby dem ASV Urloffen mit einem 15:9-Erfolg die Messe gelesen. Und just am Sonntag, 17 Uhr, kommt es bei den Meerrettichdörflern in der Athletenhalle zum Rückkampf. "Ein gutes Zeichen", meint denn auch Tascillo, der sich natürliche eine Wiederholung dieses Erfolges wünscht.

"Es wird wie schon beim Sieg gegen den SV Triberg hin und her gehen, und Überraschungen sind nicht ausgeschlossen", glaubt der Freiburger Coach an ein enges Duell mit dem Dauerrivalen. Umstellungen im siegeichen Kader gegen die Wasserfallringer wird Tascillo vornehmen müssen. Für Mittelgewichtler Lars Schäfle – er weilt am Sonntag in Kleinostheim beim Sichtungsturnier der Kadetten und Junioren des Deutschen Ringer Bundes – kommt wie in der Vorrunde der Student aus Leipzig, Lukas Schöffler, zum Einsatz. Ob auch Schwergewichtler und Freistiltrainer Viktor Reh wegen seiner Kniereizung wieder mittun kann, ist noch offen. Die Kämpfe der beiden Mannschaften waren in der Vergangenheit immer emotional und spannungsgeladen bis zum Schlussgong. Und so dürfen sich die Ringerfans, ähnlich wie beim Hinkampf, auf eine interessante Auseinandersetzung auf der Matte freuen.