Die letzten Kilometer des Jahres

Winfried Stinn

Von Winfried Stinn

Fr, 29. Dezember 2017

Regionalsport Freiburg

1250 Läuferinnen und Läufer werden beim Britzinger Silvesterlauf erwartet, der gleichzeitig auch Finale des Markgräfler Cups ist.

LEICHTATHLETIK. Seit mehr als 30 Jahren wird in Britzingen am letzten Tag des Jahres der Silvesterlauf ausgetragen. So heißt es auch diesmal wieder an Silvester: Erst laufen, dann feiern. 1250 Läufer haben sich beim Veranstalter, dem TV Britzingen, bisher angemeldet.

Im Vorjahr erreichten 963 Läuferinnen und Läufer bei reizvoller winterlicher Atmosphäre das Ziel. Damit stellten sie einen neuen Finisherrekord auf. Und auch dieses Mal könnte der Teilnehmerrekord geknackt werden. "So viele Meldungen haben wir noch nie gehabt", sagt Veranstalter Herbert Hebek. Er sei überwältigt von der Meldeflut und freue sich sehr, dass man von den Teilnehmerrückgängen, wie bei vielen anderen Veranstaltungen, nicht betroffen sei. "Wenn wir diese Mega-Läuferanzahl sehen, macht es noch mehr Freude, viel Zeit und Herzblut für den Silvesterlauf zu investieren."

Das Teilnehmerfeld ist laut Hebek so bunt wie noch nie: Viele Läufer kommen aus der Schweiz und aus Frankreich. Aber auch Läufer aus Kamerun, Australien, der Ukraine und Somalia ergänzen das Feld. "Wir sind begeistert", schwärmt Hebek, der das Event gemeinsam mit Britzingens Ortsvorsteher Armin Imgraben seit vielen Jahren federführend organisiert.

Schwärmerisch äußert sich auch die Dritte des Vorjahres über zehn Kilometer, die Bad Krozingerin Gertrud Wiedemann: "Ich laufe gerne in Britzingen und habe schon mehr als zehn Mal mitgemacht." Die Strecke gefalle ihr sehr gut, sie sei sehr abwechslungsreich und landschaftlich reizvoll. "Dazu kommt, dass die Veranstaltung trotz hoher Teilnehmerzahl familiär ist", sagt Wiedemann. Sie erinnert sich gern an den Lauf des Vorjahres, als Bäume und Reben schneebedeckt waren. Von einer "mystischen Stimmung" spricht die erfolgreiche Triathletin und fünffache Gesamtsiegerin des Markgräfler Cups noch heute.

Im Vorjahr gewann – nach mehreren Podestplätzen – erstmals Omar Tareq (TuS Lörrach Stetten). Er verwies dabei den Franzosen Samir Baala und Victor Larisch (SV Waldkirch) auf die Plätze zwei und drei. Omar Tareq gehört auch dieses Mal zum Favoritenkreis. Mit vorne zu erwarten sind der diesjährige Schwarzwald- Berglauf-Pokalsieger Bruno Schumi (LG Brandenkopf) und der Luxemburger Triathlet Yannik Lieners.

Eine Favoritin ist bei den Frauen nicht auszumachen

Bei den Frauen gewann Svenja Abel (LC Breisgau) nach ihrem Sieg 2015 zum zweiten Mal. Zweite wurde überraschend die frühere Lörracherin Emma Waßmer (ASC Darmstadt). Svenja Abel ist diesmal nicht am Start, sodass die Favoritenfrage offen ist. Gute Chancen auf vordere Platzierungen haben Gertrud Wiedemann, Constance Posanski (TV Tiengen) und Karen Sauter (SV Waldkirch).

Den Uralt-Streckenrekord bei den Männern hält seit 1991 Markus Keller (PTSV Jahn Freiburg), der für die zehn Kilometer damals 31:09 Minuten benötigte. Bei den Frauen lief Svenja Abel 2015 mit 34:50 Minuten die schnellste Zeit.

Mit dem Silvesterlauf wird die aus sechs Läufen bestehende Markgräfler-Cup-Serie abgeschlossen. Vor dem letzten Lauf führt Raffael Schaffrik (SV Waldkirch) vor seinem Vereinskameraden Balthasar Larisch und Ralf Grommek (LG Sulzburg-Laufen). Bei den Frauen liegt Stephanie Morath (Freier Lauftreff Attila) vor Bettina Joa (Tri-Team Freiburg) und Linda Becker (TV Britzingen).