Die Mischung macht’s

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Von BZ-Redaktion & Matthias Konzok

Fr, 27. Juli 2018

Leichtathletik (regional)

Bewährtes internationales Teilnehmerfeld beim 30. Rheinfelder Nachtmeeting im Europastadion.

LEICHTATHLETIK (BZ/zok). Es ist einer der Saisonhöhepunkte der Leichtathletik am Hochrhein: das Rheinfelder Nachtmeeting. Auch die 30. Auflage am heutigen Freitagabend umgibt wieder internationales Flair.

Wenn sich der Sommertag dem Ende neigt und unter dem Abendhimmel das Flutlicht das Europastadion überstrahlt, sorgt dies stets für eine besondere Atmosphäre. Dies ist allerdings nicht der einzige Garant beim Nachtmeeting, eine wichtige Säule ist die traditionelle und bewährte Mischung bei den einzelnen Wettkämpfen. Regionale Athleten messen sich mit internationalen Startern, von der Nachwuchsriege wissbegierig aus nächster Nähe bestaunt.

Für die jungen Athleten "ist es schon ein bisschen faszinierend, wie solch ein 100-Meter-Läufer aus dem Startblock geht", sagt Thomas Rist, Vorsitzender des Veranstalters TV Rheinfelden. Dieses Jahr im Fokus: der Jamaikaner Tyler Mason. Die Bestzeit des 22-Jährigen über 100 m (10,48 Sekunden) datiert aus dem Jahr 2014, als ihm auch sein bisher größter Erfolg gelang: U-20-Vizeweltmeister über 110 m Hürden. Nicht nur der favorisierte Mason könnte beim Nachtmeeting unter der 11-Sekunden-Marke bleiben, sondern auch der Schweizer Stefano Ariis (LC Basel/10,97).

Knackt Jamaika-Duo zwei Uralt-Rekorde?

Eine etwas längere Spannung bei den Sprintwettbewerben versprechen naturgemäß die 200 und 400 Meter, und hier könnten zwei Jamaikanerinnen die schon über 20 Jahre bestehenden Rekorde bei den Frauen knacken. Allen voran über 200 m ist das Feld hochklassig besetzt, das jamaikanische Duo Yanique Haye (23,42 sek) und Dawna Loney (23,69) ist ein weiteres Paradebeispiel für das bewährte internationale Flair beim Nachtmeeting. Athletinnen aus der Region wie das Duo des USC Freiburg, Rebekka Eberle (24,69) und Marlen Gollnow (25,28), erhöhen die sportliche Konkurrenz.

Für die Wettbewerbe, die um 18 Uhr beginnen, vermeldete Rist mehr als 150 Meldungen von Athletinnen und Athleten aus Baden, aber auch aus dem restlichen Bundesgebiet, der Schweiz und Frankreich. Anspruchsvoller Sport bietet zudem der Nachwuchsbereich, so hat beispielsweise Ramon Schindler (U 16/LG Hohenfels) in dieser Saison im Speerwurf bereits zweimal über 50 Meter erzielt.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es derweil: Die Stabhochspringer können sich in diesem Jahr nicht in den Rheinfelder Abendhimmel stemmen, "die Anlage ist nicht wettkampffähig", erklärt Rist. Ein zumindest vorübergehender Missstand im Europastadion, welcher der Atmosphäre aber nicht schaden sollte. Für das nötige Flair sorgt schließlich die bewährte Mischung der international besetzten Konkurrenzen.

Weitere Informationen und Zeitplan unter http://www.tv-rheinfelden.de