Die Qual der Wahl

Marie Reitzenstein

Von Marie Reitzenstein

Fr, 25. November 2016

Volleyball

Volleyball-Zweitligist 1844 mit großem Kader gegen Dresden.

VOLLEYBALL (mare). Konkurrenz belebt das Geschäft. Davon profitieren in dieser Saison auch die Zweitliga-Volleyballer von 1844 Freiburg, die am Samstag, 20 Uhr, den Aufsteiger VC Dresden erwarten. Noch nie war ihr Kader so breit und qualitativ hochwertig besetzt.

Die personelle Aufrüstung zahlte sich gleich zu Beginn der Saison aus, als die Freiburger einige Ausfälle verkraften mussten. Diagonalangreifer Dominic Salomon laborierte an einer Ellbogenluxation, bei Außenangreifer Marcus Gensitz zwickten die Bauchmuskeln und auch Mittelblocker Eric Dufour-Feronce (Sprunggelenk) sowie der junge Allrounder Giovanni Böwer (Schulter) waren angeschlagen. Mittlerweile ist die Verletztenmisere überwunden, Trainer Wolfgang Beck kann auf nahezu allen Positionen aus dem Vollen schöpfen.

Vor allem im Diagonalangriff hat Beck fast schon ein Luxusproblem. Während die Position in der vergangenen Saison einzig von Salomon besetzt wurde, heizen jetzt Neuzugang Oliver Hein und der aus zweiten Mannschaft hochgezogene Böwer den Konkurrenzkampf an. Hein, der aufgrund der anfänglichen Ausfälle seiner beiden Mitspieler derzeit als gesetzt gilt, verrichtete seinen Job bisher gewissenhaft. "Oli hat das nicht schlecht gemacht, aber Giovanni und Domi sind hinten dran. Das ist eine enge Kiste", weiß Beck. Welcher Spieler den Vorzug erhält "kommt aufs Training an und was für die Mannschaft am besten ist", so Beck.

Salomon selbst ist froh über die Verstärkung auf seiner Position: "Wenn das von der Personalsituation so gewesen wäre wie letzte Saison, dann hätten wir ganz schön alt ausgesehen." Derzeit wird der 24-Jährige noch von einer Überreizung an der Patellasehne ausgebremst, dennoch arbeitet er fleißig an seinem Comeback: "Ich arbeite natürlich daran, so schnell wie möglich wieder auf dem Feld zu stehen und der Mannschaft zu helfen."

Nachdem die Freiburger durch den 3:2-Erfolg am vergangenen Wochenende in Stuttgart auf Tabellenplatz fünf vorrückten, geht es nun gegen den Tabellenneunten aus Dresden. "Uns erwartet eine junge, hungrige Mannschaft, die schon für einige Überraschungen gesorgt hat", analysiert Beck den kommenden Gegner. Der Kader wird voraussichtlich komplett sein. Unklar ist lediglich, ob Antonius Baehr oder Bernhard Steiert neben Marc Zimmermann im Zuspiel agieren.