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17. November 2011

Dölf Siegwolf kämpft alle nieder

Früherer Bundesliga-Athlet wird Judo-Europameister.

  1. Dölf Siegwolf Foto: Privat

JUDO (hf). Der Judo-Veteran Dölf Siegwolf vom JC Efringen-Kirchen bleibt weiter erfolgreich: Nachdem er im Frühjahr deutscher Meister und im Sommer Vizeweltmeister mit dem deutschen Nationalteam geworden war, sicherte er sich nun in Österreich in der Altersklasse M 7 (60 bis 64 Jahre) den Europameistertitel in der Kategorie bis 90 Kilogramm.

Allein bei den Männern traten im österreichischen Leibnitz 543 Athleten aus 31 Nationen an. Viele rechneten sich Medaillenchancen aus. "Die Zeiten sind vorbei, als zu Veteranenmeisterschaften viele Kämpfer ohne spezielle Vorbereitung einfach aus Spaß am Judo anreisten", sagt Siegwolf. Der als Fitnesstrainer in einem großen Basler Gesundheitszentrum arbeitende Siegwolf gehörte auch zu denen, die überaus gut vorbereitet waren. "Körperlich war ich gut drauf, die Leistungswerte waren hervorragend", so der frühere Bundesligaathlet.

Der Deutsche, der seit Jahrzehnten in Basel lebt und Präsident sowie Cheftrainer von Budokan Basel ist, musste seine Konditionsstärke zunächst nicht ausspielen. Seinen ersten Gegner, den Spanier Pedro Carpintero, holte er schon nach 30 Sekunden mit einem Tani-otoshi (Konterwurf), wofür es Ippon (voller Punkt und vorzeitiger Kampfgewinn) gab, von den Beinen. Mit dem Tschechen Miroslav Skalicky hatte er anschließend kleinere Probleme. "Der hat sich gewehrt wie ein Verrückter", schilderte Siegwolf den Kampf. Er behielt jedoch die Nerven und behauptete sich schließlich mit Yuko (kleine Wertung). Schließlich kam es zum entscheidenden Duell gegen den Franzosen Jacques Neslias, der ihm im Sommer bei der Seniorenweltmeisterschaft im Einzelwettbewerb die Bronzemedaille weggeschnappt hatte. Dieses Mal revanchierte sich Siegwolf. Der Sieg mit Ippon für Ko-soto-gake (kleines äußeres Einhängen) sei "reine Willenssache" gewesen. Siegwolf holte eine von nur vier Goldmedaillen für das deutsche Männerteam.

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Autor: hf