Ein Sieg zum Wiegenfest

goe

Von goe

Fr, 11. November 2016

Tischtennis

Tischtennisspieler Dimitri Brunner von 1844 Freiburg wird am Samstag 17 Jahre alt und erwartet mit seinem Team Kerpen Illingen.

TISCHTENNIS (goe). Am Samstag, 18 Uhr, erwarten die Regionalligaspieler von 1844 Freiburg den saarländischen Gast aus Kerpen Illingen. Schauplatz ist wie in jedem Heimspiel die Sporthalle der Clara Grunwald Schule, die in den vergangenen Jahren immer mehr zur Festung der Freiburger geworden ist.

Einen Favoriten in dieser Begegnung auszumachen fällt auf den ersten Blick schwer. Die Freiburger liegen, nach zuletzt drei Unentschieden in Folge, mit drei Punkten auf Rang sieben, zwei Plätze vor den Gästen. Diese konnten bisher nur gegen Schlusslicht Heilbronn punkten. Die Brisanz des Spiels ist also rein aus tabellarischer Sicht gegeben, dazu kommt noch das vergleichbare sehr junge Alter der beiden Teams. Bei den Freiburgern liegt der Schnitt auf den ersten drei Positionen sogar nur knapp über 17 Jahren, bei Kerpen Illingen beträgt er knapp 22 Jahre. Am Ende wird es aber nicht nur auf die Einzel ankommen, sondern vor allem auch auf die Doppel, in denen die Freiburger, nach dem 0:3-Start in Stuttgart, etwas Neues probieren müssen.

Bislang liegen die Freiburger, was den Klassenerhalt angeht, im Soll. Die klare 1:9-Auftaktniederlage gegen den Aufstiegsfavoriten aus Kaiserslautern war vorherzusehen. Beim bitteren 8:8-Remis gegen Gröningen-Satteldorf "hatten wir uns im Vorfeld einen Sieg erhofft und hatten beim Stand von 8:6 und mehreren Matchbällen auch genug Möglichkeiten dazu", musste 1844-Trainer Konstantin Chepkasov eingestehen. Die folgenden zwei Unentschieden gegen Wehrden und SB Stuttgart sind dagegen "durchaus als Erfolg zu werten", auch wenn in Stuttgart bereits ein Doppelsieg in den Auftaktduellen zum Gesamterfolg gereicht hätte.

Hilfreich ist für die Freiburger sicherlich die Ausgeglichenheit im Team. So gehört man im hinteren Paarkreuz seit Jahren zu den besten Mannschaften, während man im vorderen ziemlich zu kämpfen hat. Probleme gibt es vor allem in den Doppeln: Hier lautet stets das Ziel, die Doppel eins und drei zu gewinnen. Bisher war diese Vorgabe noch nicht von Erfolg gekrönt. "Allerdings konnten wir von drei Schlussdoppeln zwei gewinnen und somit zwei wichtige Punkte sichern", relativiert Eigengewächs Lukas Luchner.

Die Zugänge haben schnell ins Team gefunden

Herausragend ist in dieser Saison der Zusammenhalt. Dies ist umso verwunderlicher, wenn man betrachtet, dass sowohl Sven Hennig und Dimitri Brunner nur am Freitag in Freiburg trainieren, weil sie unter der Woche in Düsseldorf beziehungsweise Grünwettersbach ihren Trainingsstützpunkt haben. Sowohl Brunner als auch Adrian Glunk, der den Schritt aus der zweiten Mannschaft schaffte, konnten sich dabei optimal in die Mannschaft einfügen. Brunner, der in der U18 Schweizer Meister ist, hat im vorderen Paarkreuz oftmals zu kämpfen, zeigt allerdings immer wieder herausragende Leistungen, nicht zuletzt in den Doppeln. Glunk konnte sich nach anfänglichen Problemen stabilisieren und ist zuletzt die erhoffte Stütze im hinteren Paarkreuz.

Mit einem Sieg könnten die Freiburger etwas Polster zwischen sich und die Abstiegsplätze legen. Damit dies gelingt, müssen alle eine starke Leistung bringen. Das wissen die Freiburger, die ihrem Spitzenspieler Dimitri Brunner, der am Samstag 17 Jahre alt wird, den ersten Saisonsieg zum Geburtstag schenken wollen.