Ringen

Erstligist Adelhausen verliert gegen Köllerbach deutlich

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Von Matthias Konzok & Georg Gulde

Sa, 19. November 2016 um 22:43 Uhr

Ringen

Die Erstliga-Ringer des TuS Adelhausen haben nur noch geringe Chancen, sich fürs Halbfinale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft zu qualifizieren. Denn sie verlieren den Heimkampf gegen den KSV Köllerbach mit 8:19.

Nach zehn von 14 Kämpfen steht Südbadens einziger Erstligist mit 8:12 Punkten zwar weiter auf dem fünften Tabellenrang. Einen Platz vorzurücken, das dürfte aber gegen die Spitzenteams aus Nendingen (aktueller deutscher Meister), Ispringen, Weingarten und Aalen sehr schwer werden, zumal diese Mannschaften mindestens vier Punkte vor den Mannen vom Dinkelberg liegen. Adelhausens Trainer Florian Philipp sagt dennoch: "Wir werden weiterkämpfen, zumal sich die Teams vor uns noch gegenseitig Punkte abknöpfen."

Akgül fehlt dem TuS sehr

Die Aussichten des TuS auf einen Sieg gegen Köllerbach waren bereits am Freitag gesunken. Denn da verletzte sich Federgewichtler Sezer Akgül. Der türkische Vizeweltmeister von 2009 im Bantamgewicht konnte nicht mittun und musste recht kurzfristig durch Jugendringer Mirco Kuder ersetzt werden. Dadurch ging für die Adelhausener einer der Kämpfe verloren, von denen sie erwartet hatten, dass sie ihn gewinnen würden.

Dieses "Loch" warf den TuS dann auch ziemlich aus der Spur. Denn der KSV Köllerbach, der laut Adelhausens Trainer Philipp "mit der vom Niveau und von der Taktik bestmöglichen Aufstellung antrat", lag nach den ersten vier der zehn Mattenduelle schon mit 10:1 in Front. Dadurch konnte so mancher KSV-Athlet vor 450 Zuschauern ziemlich defensiv kämpfen. Dennoch war der Teamerfolg der Saarländer, die sieben von zehn Mattenduellen gewannen, gewiss nicht unverdient. Die Siege für Adelhausen errangen Fabian Schmitt, Danijel Janecic und Tamas Lörincz.

Ungereimtheiten und leichtes Handgemenge

Mattenleiter Manuel Senn aus Ehningen unterbrach das Geschehen auf der Matte beim neunten Kampf kurz. Denn Zuschauer aus Linzgau-Taisersdorf, die sich nach dem Duell zwischen ihrem Verein und Adelhausens zweiter Mannschaft in der Regionalliga (19:2 für den TuS) noch den Bundesliga-Fight anschauten, lieferten sich mit Adelhausener Anhängern ein kurzes Handgemenge. Wer daran Schuld war, konnte am Abend nicht abschließend geklärt werden. Es soll TuS-Zuschauer gegeben haben, die nicht damit einverstanden gewesen waren, dass die Fans vom Bodensee nicht das südbadische Team, sondern die Köllerbacher unterstützten.